#FCBayern: Das Problem ist nicht allein die Bank

thomas_mueller

Es ist der 2. Spieltag der ersten Bundesliga. Der FC Bayern München ist zu Gast beim SV Werder Bremen.
Als der Ball um 15.30 Uhr endlich rollt, sitzt Thomas Müller auf der Bank und schaut zu.

Für die Medien scheint dies bereits eine große Sache zu sein. Müller auf der Bank. Bewahrheiten sich jetzt vielleicht doch die ganzen klugen Aussagen der Experten, die Müller – spätestens nach dem Transfer von James – nur noch die Rolle eines Statisten im Verein vorhersagten?

Rund 20 Minuten vor dem Ende des Spiels durfte Thomas Müller dann endlich das tun, was er wohl schon gern früher an diesem Samstagnachmittag getan hätte: er wird eingewechselt und darf Fussball spielen.
Eine starke Chance, die der Bremer Torhüter glänzend verhindert. Und ein geschickter Laufweg, der Robert Lewandowski beim 0:2 glänzen lässt. Keine perfekte, aber doch eine vernünftige Bilanz. Vor allem wenn man bedenkt, dass der FC Bayern München über einen langen Zeitraum völlig ideenlos über den Platz lief.

Es ist keine Krise, wenn Thomas Müller nicht jedes Spiel in der Saison macht. Aber es gibt Anlass zur Sorge, was er darüber sagt.

„Ja, ich weiß nicht genau, welche Qualitäten der Trainer sehen will. Meine sind scheinbar nicht 100-prozentig gefragt!“
Thomas Müller nach dem Spiel gegen Werder Bremen

Wenn der Spieler Thomas Müller nicht genau weiß, was der Trainer sehen will, dann ist das einfach kein gutes Zeichen.
Carlo_AncelottiCarlo Ancelotti sollte seinen Spielern ganz genau vermitteln, was er verlangt. Wenn die Spieler, auch Thomas Müller, es dann nicht umsetzen können, dann muss man wohl damit leben, den Fan-Liebling vielleicht häufiger auf der Bank zu sehen. Der Erfolg würde Ancelotti Recht geben. Oder eben auch nicht.
Wenn Müller sich aber vor den Mikrofonen der Presse stellt und von sich behauptet, er wisse nicht genau, was der Trainer überhaupt wolle, dann scheint es da einen Fehler in der Kommunikation zu geben. Oder es gibt eben gar keine Kommunikation.
Und immerhin sprechen wir hier vom 2. Spieltag der Saison. Wir sind nicht in irgendeiner entscheidenden Endphase, in der der Trainer sich vielleicht nur noch mit den Stammspielern intensiv beschäftigt, weil alle anderen nun sowieso schon den Anschluss verpasst hätten.

Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen einem Müller, der mal aus der Mannschaft rotiert, und einem Müller, der nicht weiß, was der Trainer überhaupt will. Letzteres könnte tatsächlich zu einem Problem werden. Für Thomas Müller, wenn es nur ihn betrifft. Für den ganzen Verein, wenn es noch mehr Spieler gibt, die nicht wissen, was Ancelotti überhaupt von ihnen will.

Bilder: FC Bayern München

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