#FCBRSCA: Auftaktsieg löst keine Probleme beim FC Bayern München

fc bayern lewandowskiNach dem Totalausfall gegen 1899 Hoffenheim in der Bundesliga erwartete man von allen Seiten eine Reaktion des FC Bayern München in der Champions League.
Mit dem RSC Anderlecht hatte man dafür einen passenden Gegner am ersten Spieltag auf europäischer Bühne. Außer bei Arjen Robben, mit Abstrichen auch Franck Ribery, konnte man davon auf dem Platz aber nicht viel sehen.

Es hätte aber auch nicht viel geändert. So wie die Niederlage gegen Hoffenheim zwar Anlass, aber nicht der alleinige Grund für die vielen Kritikpunkte war, hätte ein hoher Sieg gegen den belgischen Meister zwar für temporäre Ruhe sorgen können, aber die Probleme nicht lösen.

Daran, dass der FC Bayern München früh im Spiel einen Strafstoß geschenkt bekommen, ändert auch die augenscheinlich mangelnde Kommunikation des Trainers mit den Spielern nichts.
Das sie über eine Stunde lang glücklich darüber sein können, dass die Belgier ihre Chancen trotz Unterzahl am Pfosten zerschellen lassen, vereinigt Rummenigge und Hoeneß nicht.

Als Thiago dann später auf 2:0 erhöht und der klare Treffer von Süle ungerechtfertig zurückgenommen wird, kann man nicht von einem Beweis dafür sprechen, dass die Spieler wieder besser auf dem Platz harmonieren und ein effektives System spielen.

Auf der Bank des FC Bayern München konnte man zwischenzeitlich gut beobachten, wie Willi Sagnol lange auf Carlo Ancelotti einredete, der aber eher genervt Löcher in die Luft guckt. So konsequent, dass die User auf Twitter sich schon Sorgen machten, der Italiener könnte eventuell eingeschlafen sein.
Die Auflösung und Konsequenz gab es kurz darauf: Ancelotti entzog sich dem Redefluß von Sagnol und stellte sich lieber näher an die Seitenlinie. Aus regeltechnischen Gründen durfte Sagnol dorthin nicht folgen. Wirklich nur ein Zufall?

Und wenn es so schlecht läuft, dann kann sich Franck Ribery auch einen ganz eigenen Roman erlauben:

  • Unnötige gelbe Karte wegen losen Mundwerks
  • Gefahr einer roten Karte durch provokantes Tätscheln des Schiedsrichters
  • Fast schon eine Verweigerung, sich für Thomas Müller auswechseln zu lassen
  • Wütender Trikotwurf nach der Auswechslung
  • Lebhafte Diskussion mit Sportdirektor „Brazzo“ über die Auswechslung noch während des Spiels auf der Bank

Der Erfolg gibt immer Recht. Aber auch das 3:0 unmittelbar vor dem Spielende täuscht nicht darüber hinweg, dass es eben gerade nicht so eine erfolgreiche Phase ist, in der eine solche Szene mit einem lustigen Kommentar abgetan wäre. So wird Riberys Verhalten in den nächsten Tagen garantiert noch zu den aktuellen Themen bei den Roten hinzukommen.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der FC Bayern München viel Glück brauchte, um den Außenseiter in der Champions League Gruppe trotz Überzahl zu besiegen. Hierfür musste man allerdings das Spiel im Ganzen bewerten und sich nicht vom reinen Ergebnis ablenken lassen.

Bild: SKY Deutschland Screenshot

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