Der neue Trainer: Was nun, FC Bayern?

Neuer Trainer FC Bayern

Carlo Ancelotti ist Geschichte beim FC Bayern München. Das der Italiener diese Saison nicht überstehen wird, das ahnte man bereits in der Vorbereitungsphase. Von Spiel zu Spiel hatte man dann das Gefühl, es wäre nicht die Frage „ob“, sondern nur noch das „wann“…
Aber anders als Uli Hoeneß will ich nicht lange nachtreten, sondern mich lieber der Zukunft widmen.

Wer wird der neue Trainer des FC Bayern München?

Die wichtigste Frage hierbei dürfte wohl sein, ob die Bosse eine langfristige Lösung, oder eine Übergangslösung zur langfristigen Lösung suchen. Deswegen muss man sich derzeit in sämtliche Richtungen denken.

Übergangslösungen für den FC Bayern München

  • Am Sonntag wird Willi Sagnol als Interimstrainer auf der Bank Platz nehmen. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass der Franzose diesen Job bis zum Ende der Saison behält. Hoffentlich denkt der Verein auch so.
    Vorstellbar wäre es allerdings, dass Sagnol als Co-Trainer von Lucien Favre oder sogar Andries Jonker bis zum Saisonende tätig ist.
  • Eine andere Variante der Übergangslösung wäre die Verpflichtung von Mehmet Scholl. Das Bayern-Urgestein könnte mit Sagnol und Gerland das „Mia san Mia“-Gefühl für die restliche Saison an der Seitenlinie vertreten. Taktische Meisterleistungen dürfte man wahrscheinlich nicht erwarten, aber die Fans wären vielleicht durch so viel Bayern-Feeling begeistert.

Die Gefahr, wenn man so will, einer Übergangslösung ist allerdings, dass sie die Fans zu sehr begeistert. Sollte beispielsweise das Trio Scholl, Gerland und Sagnol erfolgreich und beliebt sein: wie will man dann eine Verpflichtung des Ex-Dortmunders Jürgen Klopp verkaufen?

Und damit wären wir dann auch bereits bei den eher langfristigen Lösungen.

Langfristige Lösungen des FC Bayern München

  • Wenn man es emotionslos betrachtet, ist Jürgen Klopp wohl die vernünftigste Lösung, die der FC Bayern München wählen könnte.
    Er scheint fachlich weit genug zu sein, kann mit Stars und jungen Spielern umgehen.
    Allerdings hat er auch aus Liverpool noch den FC Bayern München bei Niederlagen verspottet und fühlte sich den Dortmundern scheinbar noch irgendwie verpflichtet.
    Die Fans könnten das schnell vergessen, wenn die Ergebnisse stimmen und er an der Seitenlinie seine gewohnt enthusiastische  Art glaubhaft rüberbringen kann.

    Jürgen Klopp bringt aber noch andere Probleme mit sich:
    – er wäre sicherlich kein Trainerkandidat für die laufende Saison.
    – er müsste bereit sein Liverpool überhaupt zu verlassen, das deutet sich derzeit nicht wirklich an.

  • Julian Nagelsmann gilt bereits jetzt als zukünftiger Trainer des FC Bayern München.
    Das er 1899 Hoffenheim aber mitten im Spielbetrieb fallen lässt, kann man sich einfach nicht vorstellen.
    Außerdem müsste man sich die Frage stellen, ob der junge Nagelsmann wirklich JETZT schon soweit ist, die schwierigen Charaktere im Verein zu lenken.
  • Das größte Plus von Thomas Tuchel ist, dass er bereits jetzt verfügbar ist. Man sagt ihm große fachliche Kompetenz nach, allerdings auch eine gewisse Kommunikationsschwäche. Und genau die schien ja nun auch in den vergangenen Wochen ein Problem zu sein.
    Thomas Tuchel ist allerdings ein cleverer Kerl und wird in Dortmund dazu gelernt haben. Das er sich vorher mit den Dortmundern verstritten hat, könnte ihm den Start bei den Bayern auch erleichtern.

Thomas Tuchel hätte auch den Vorteil, beide Lösungen zu vereinen. Der FC Bayern München könnte ihm einen Vertrag bis 2019 anbieten und im Erfolgsfall bis 2020 verlängern. Danach könnte man sich direkt an die Verpflichtung von Julian Nagelsmann heranwagen, der bis dahin sicherlich noch einiges an Erfahrung gesammelt haben dürfte. Außerdem wäre dann auch die Jugendarbeit des FC Bayern soweit angelaufen, dass er sich nicht ausschließlich mit internationalen Top-Stars konfrontiert sehen würde.

Natürlich ist Thomas Tuchel alles andere als ein Geheimtipp. Immerhin berichtete die BILD bereits, dass der Trainer wohl schon in Verhandlungen mit dem Verein steht.
Aber alles in allem ist die Trainer-Frage diesmal schon außergewöhnlich spannend. Am unterhaltsamsten sind aber wohl die Äußerungen der Generation Playstation, die eine erneute Verpflichtung von Pep Guardiola realistisch in Betracht ziehen. Lothar Matthäus und Paul Breitner wären dann wohl wahrscheinlicher.

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