16 Punkte Vorsprung: Langeweile und Schuld sind nur die Bayern

Zwischen dem FC Bayern München und dem Zweitplatzierten liegen 16 Punkte. Im Januar scheint das Rennen um die deutsche Meisterschaft bereits gelaufen zu sein. Im ganzen Land beschweren sich die Menschen darüber, dass der Wettbewerb mit der 6. Meisterschaft für den FC Bayern in Folge vollkommen langweilig geworden ist.

Selbst der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge erinnert sich mit leuchtenden Augen an Titel zurück, die erst am letzten Spieltag gewonnen wurden.
Aber trotzdem ist für die breite Masse nur ein Schuldiger auszumachen: der FC Bayern München.

Es kann kaum ein Wunsch der Fans anderer Vereine zu sein, einen FC Bayern zu besiegen, der nur mit 9 Spielern antritt oder bei denen nur jedes 2. Tor gewertet wird.
Also muss es eine etwas grundlegendere Lösung geben.
In den sozialen Netzwerken versammeln sich ja bekanntermaßen ausschließlich die hellsten Köpfe des Landes und geben dort ihre Meinung zum Besten. Und wenn man das dort liest, dann werden dort auch die drei häufigsten Gründe für den Bayern-Erfolg aufgeführt:
1. Bayern hat, offenbar seit Jahrzehnten, nur Glück (=Bayern-Dusel).
2. Bayern besticht, offenbar seit Jahrzehnten, regelmäßig die Schiedsrichter.
3. Bayern kauft die Konkurrenz kaputt.

Den ersten Punkt auf der Liste kann man ja schnell abarbeiten. Ab sofort läuft der FC Bayern München beim Einmarsch ins Stadion unter einer Leiter her, schwarze Katzen haben ihren Weg zu kreuzen und direkt vor dem Anstoß muss jeder Bayern-Spieler einen Spiegel zerschlagen.

Wer kein Geld mehr hat, kann weder Schiedsrichter bestechen, noch der Konkurrenz einen Spieler abkaufen. Also muss der FC Bayern München ab sofort 50% seiner Einnahmen an potentielle Pleitegeier der DFL überweisen. Dann können deren Wirtschafts-Legastheniker weiterhin die Kohle verbrennen und müssen sich keine Sorgen mehr darum machen, bald arbeitslos zu sein.
Und dann?
Schnell würde der FC Bayern München international keine Rolle mehr spielen. Die anderen deutschen Mannschaften allerdings auch nicht, denn die Startplätze wären verloren. Die Liga wäre zwar spannender, aber es holt eben niemand mehr die notwendigen Punkte, die für den europäischen Wettbewerb benötigt werden.
Ausländische TV-Sender wäre die Liga keinen Cent mehr wert, denn mit den fehlenden Einnahmen durch den internationalen Wettbewerb nimmt auch die restliche Liga den Fahrstuhl nach unten. Zumal man nach den Bayern auch dem BVB oder Leipzig als nächstes ans Geld gehen müsste.

Wenn die Bundesliga dann endlich auf Kreisliganiveau angekommen ist, werden die Fans glücklich sein: kein Kommerz mehr im Stadion, dann kein Stadion mehr und am Ende bitten die Spieler um Mitfahrgelegenheiten nach dem Spiel, das Bus-Ticket ist einfach zu teuer.

Ein wenig überspitzt? Ach wo…
Wer davon ausgeht, dass die No.1 der nationalen Branche gebremst werden müsste, nur weil die Konkurrenz unfähig ist, hat sich den Sarkasmus redlich verdient.
Die Bundesligisten müssen endlich verstehen, dass nur sie selbst dafür verantwortlich sind. Vor allem aber müssen auch die Fans sich das eingestehen und entsprechende Verbesserung von “ihren” Vereinen einfordern.

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