Lasst den Jupp Heynckes endlich in Ruhe…

Es gibt kaum einen öffentlichen Auftritt der Bayern-Bosse, bei denen sie derzeit nicht betonen, dass sie Jupp Heynckes im nächsten Jahr als Trainer des FC Bayern München haben möchten. Spätestens nachdem der davon sprach es nicht gut zu finden und deswegen intern auch mal etwas sagen zu wollen, nimmt dieses “öffentliche werben”, wie die Bosse es nennen, unschöne Ausmaße an. Erste Medien nennen es schon “penetrant” und liegen dabei wohl genau richtig.

Man darf nicht vergessen, dass Heynckes` zweite Rückkehr aus dem Ruhestand eine Gefälligkeit war. Eine Gefälligkeit, nachdem man ihn damals die Chance nahm, seinen Ruhestand selbst zu verkünden und dies im Rahmen der Guardiola-Pressemitteilung gleich mal selbst mit übernahm.
Es kommt der Zeitpunkt, wo man klipp und klar sagen kann, dass Heynckes selbst über seine Zukunft beim FC Bayern München entscheiden darf – aber ihn nicht länger in aller Öffentlichkeit zu etwas drängen sollte.

Wie stressig dieser Job sein kann, zeigte im letzten Jahr der Herzinfarkt von Kölns U21-Co-Trainer während einer Mannschaftsbesprechung. Er verstarb kurz darauf.
Einen Herzinfarkt vermutete man zunächst auch bei FCK-Trainer Jeff Strasser, nachdem es zu einem medizinischen Notfall in der Kabine und einem Spielabbruch kam.
Das alles unterstreicht noch einmal wie wichtig es ist, dass einzig und allein Jupp Heynckes das letzte Wort haben und nicht zu etwas gedrängt werden sollte.

Sollte der FC Bayern tatsächlich, wie zuletzt behauptet, keinen Plan B haben, ist das nicht nur ein unfaires Druckmittel gegenüber des verdienten Trainers, sondern auch ein Armutszeugnis für die Arbeit hinter den Kulissen.
Vielleicht wäre es eine Alternative, wenn man Jupp Heynckes einen Posten als “Team-Leiter” einrichten würde, der einem jungen Chef-Trainer wie Julian Nagelsmann zur Seite steht, ohne laufend an der Seitenlinie stehen zu müssen.
Nagelsmann könnte viel lernen, der Verein ein geringeres Risiko eingehen und Heynckes sich vielleicht eher einen Abschied auf Raten vorstellen.
Das wäre auch der Preis dafür, dass man mit Salihamidzic alles andere als einen starken, mächtigen Sportdirektor wählte, um nicht selbst zu viel Macht abgeben zu müssen.

Advertisements

Dein Kommentar (keine Anmeldung notwendig):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s