#Tuchel Absage: …und jetzt?

2018-03-25Wenn die Länderspielpause etwas positives hatte, dann das Tor von Thomas Müller und die Tatsache, dass man eigentlich Ruhe vor der Trainerfrage des FC Bayern München hatte. Gut, das Tor von Müller ist geblieben, aber die Ruhe in der Trainerfrage ist vorbei…

Thomas Tuchel galt die ganze Zeit als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Jupp Heynckes. Der scheint aber keine Lust auf dieses Wartespielchen gehabt zu haben. Verständlich, denn der Verein machte unmissverständlich klar, dass Heynckes die 1. Wahl gewesen wäre und er nur als Alternative verpflichtet werden würde.
Arsenal London soll wohl der Verein sein, dem Tuchel bereits sein Wort gegeben hat. Die ganze Aktion macht sogar Sinn: in England könnte er sich mit seinem 2fachen Vorgänger Klopp und seinem Vorbild Guardiola duellieren. Diesen Anreiz kann man sogar nachvollziehen, wenn man ansonsten eher so als Ersatzlösung oder eben Alternative angesehen werden könnte.

Beim FC Bayern München dürfte man sich nun fragen: …und jetzt?

Jürgen Klopp kann es einfach nicht sein. Der hat sogar noch Bayern-Niederlagen gefeiert, als er mit der Bundesliga gar nichts mehr zu tun hatte.
Julian Nagelsmann scheint derzeit ein wenig verbrannt zu sein. Vor allem bleibt aber noch die mangelnde Erfahrung das größte Risiko.

Klar, sollte Thomas Tuchel Arsenal London übernehmen, wäre mit Arsene Wenger ein erfahrener Trainer vereinslos. Ob der sich nach 22 Jahren direkt in die nächste Aufgabe stürzen oder lieber mal eine Pause einlegen würde, sei mal dahingestellt. Eine Frage, die er nur selbst beantworten könnte.

Es geistert auch immer noch der Name Jogi Löw durch die Runde. Dafür müssten sich Rummenigge und Hoeneß aber ordentlich strecken. Löw dürfte nicht nur zahlreiche Angebote haben, sondern auch ungern auf gewisse Freiheiten und Einfluss verzichten, welche ihm andere Vereine sicherlich anstandslos zugestehen würden.

Und Heynckes? Selbst wenn der Großvater des Erfolges noch ein Jahr weitermachen würde, verlängert es die Trainersuche nur um eine weitere Saison. Das hieße, wir könnten uns bis etwa Mai 2019 weiter damit beschäftigen, was der FC Bayern für die Zeit nach Heynckes plant.

Den Trainer als eine Art “Teamchef” zu etablieren und das Alltagsgeschäft von einem jungen Wilden wie Nagelsmann trainieren zu lassen, wäre vielleicht ein idealer Kompromiss. Aber auf der anderen Seite traut man den Bayern-Bossen so eine innovative Lösung auch schon längst nicht mehr zu.

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