Wie kommt man zu so einen Job? | #Kovac #MiaSanMia #H96FCB

Die Personalie Niko Kovac beschäftigt mich noch immer. Nicht zuletzt natürlich auch deswegen, weil der Fußballgott uns das Traumfinale gegen Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal beschert hat. Besser hätte man das kaum in irgendeinem Drehbuch schreiben können.

Halten wir mal fest, dass Kovac noch immer behauptet, der FC Bayern München habe am Tag X morgens angerufen und ihm die Stelle als Cheftrainer angeboten. Abends habe er dann zugesagt. Kontakt hätte es vorher nicht gegeben.

Die erste Frage, die ich mir stelle: woher wusste man dann von der Ausstiegsklausel, die eine Wechsel überhaupt möglich macht?
Gut, das kann man sich leicht erklären. Natürlich könnte der FC Bayern am besagten Morgen einfach mal nachgefragt haben: “…wir wollen, kannst Du?”.
Aber vielleicht hat Kovac seinem Freund Salihamidzic auch einen Gruß in die Weihnachtskarte geschrieben: “Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Gruß, Niko. PS.: ….wenn der Jupp immer noch nicht will, ich könnte, Hashtag Austiegsklausel zwinker…”

Aber was mich noch viel mehr beschäftigt, ist die Frage, wie man an so einen Job kommt?
Ich hatte tatsächlich den Gedanken, der FC Bayern München einigt sich auf ein gewisses Anforderungsprofil, schreibt sich dann ein paar Namen auf und man erstellt eine Reihenfolge, wen man als erstes kontaktiert.
Dieser Kandidat müsste dann erst einmal bereit und auch verfügbar sein. Dann setzt man sich zusammen, tauscht sich über Vorstellungen, Wünsche und Forderungen aus. Und wenn jede Partei sich nach einer kurzen Bedenkzeit sicher ist, dass die Zusammenarbeit zustande kommen sollte, setzt man sich an den Vertrag.

Aber nein. Hier hat man einfach mal dem Motto “Willste? Ah Du kannst, ja super, dann mach es doch.” verhandelt.
Interessanterweise wird Kovac öffentlich als der Wunschtrainer von Salihamidzic verkauft. Womit dann die großen Egos des Vereins auch aus der Schußlinie sein dürften, wenn es schiefgeht.

Ich schließe immer noch nicht aus, dass Niko Kovac so ein Glücksgriff für den Verein wird, dass man sich über diese ganzen Kuriositäten später nie wieder Gedanken machen wird.
Sollte es aber anders kommen, werden diese Fragen irgendwann wieder gestellt. Und dann darf man gespannt sein, welche Erklärungen man dann gibt. Vielleicht nimmt man sich ja ein Beispiel an unsere Politiker: “Wir könnten das jetzt alles aufklären, aber wir wollen die Fans nicht unnötig verunsichern. Lieber gar nichts sagen, als etwas falsches sagen. Wir schaffen das.”.

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