Arroganz & Unfähigkeit: So scheitert der DFB-Neuaufbau | #WM2018 #Nationalmannschaft

Pen Clipart 4903Das Jogi Löw weiterhin als Bundestrainer tätig ist,
habe ich begrüßt und dies auch in der letzten Zeit zum Ausdruck gebracht.
Genauso habe ich die Gründe aufgeführt, die grob zusammengefasst der Mangel an
Alternativen und die Möglichkeit, den Karren selbst aus den Dreck zu ziehen,
waren.
Was nach der Ankündigung folgte, war allerdings eine bodenlose
Frechheit gegenüber jedem einzelnen Fussballfan in Deutschland.

Erst
einmal in den Urlaub…

Jogi Löw hatte die einmalige Chance im Profi-Fußball,
selbst nach einer historisch schlechten Leistung über den weiteren Verlauf
seiner Tätigkeit zu entscheiden. Hier zeigt sich grundsätzlich schon einmal die
schlechte Arbeit des Verbandes, der nicht wirklich aus Überzeugung so handelte,
sondern weil er schlichtweg gar keinen Plan B hatte.
Der Bundestrainer, dem
unter anderem ja auch vorgeworfen wird, dass er die endgültige Kadernominierung
nur bekannt gab und keine Fragen dazu auf der Pressekonferenz beantwortete,
fährt nach seiner Entscheidung erst einmal in den Urlaub und wird für etwa 6
Wochen auch nicht zur Verfügung stehen.
Löw hätte vor die Presse treten
müssen. Er hätte seine Entscheidung begründen und auch die ersten Antworten
abliefern müssen. Er hätte den Pressevertretern genau erklären können, dass
alles auf einen ersten Eindruck beruht und er auf sehr viele Fragen noch keine
Antworten hätte. Das er Zeit benötige, um wirklich zuverlässig alles zu
analysieren. Und dass er hochmotiviert sei, alle Fehler abzustellen, ein Konzept
erstellen möchte und alles tun würde, um Deutschland wieder zurück an die Spitze
zu führen.
Niemand hätte das komplette Konzept an diesem Tag erwarten können.
Aber jeder hätte den Respekt verdient gehabt, dass man nicht schon wieder so
abgefertigt wird.

Grindel,
Bierhoff und Özil

Statt offener Worte winden sich die Bosse in
fragwürdigen Interviews und Aussagen. Auf der einen Seite erklärt Bierhoff, es
würde da so gewisse Gründe für das Schweigen von Özil geben und macht ihn damit
bewusst oder unbewusst zum Alleinverantwortlichen unter den Spielern. Auf der
anderen zählen diese Gründe plötzlich überhaupt gar nichts mehr und der
DFB-Präsident erwartet eine öffentliche Stellungnahme, schießt aber auch gleich
die Botschaft hinterher, dass man prüft, ob Özil sportlich gesehen überhaupt
noch gebraucht wird. Wer das nicht als Aufforderung zum Rücktritt versteht, muss
wohl ein ziemlich dickes Fell haben.
Wenn man dieser Sache etwas positives
abgewinnen will, dann nur die Hoffnung, dass Özil tatsächlich keine Rolle mehr
in der Nationalmannschaft spielt. Und nein, dass hat nichts mit Rassismus zu
tun, sondern allein mit der Tatsache, dass ich mit dem Typen Özil einfach nichts
anfangen kann. Es mag sein Charakter sein, der von seinem Vater als
„zurückhaltend, fast scheu“ beschrieben wird, aber mir persönlich sind diese
hängenden Schultern und Schönwetterspielerei schon seit Beginn seiner Karriere
in der Nationalmannschaft ein Dorn im Auge. Und nein, ich bin nach einem seiner
Tore noch nie in bodenlosen Jubelstürmen verfallen, habe aber für seine Leistung
in den jeweiligen Situationen durchaus Respekt gezeigt.

Arroganz
und Chaos: ist das der Neuaufbau?

Der DFB erinnert derzeit an einen führerlosen Zug, der
auf einen Abgrund steuert. Und ganz vorn in der Lok stehen Grindel, Bierhoff und
Löw. Während Grindel hektisch nach Worten ringt und gar nicht weiß, was da
passiert, versucht Löw sich irgendwo möglichst lässig anzulehnen und beschäftigt
sich mit der Frage, ob es wohl cool aussieht, wie der Fahrtwind so durch seine
Haare weht. Bierhoff interessiert das alles nicht, denn er steht mit den Händen
in den Hüften gestemmt mitten im Führerhaus und freut sich über einen möglichen
Werbedeal mit der deutschen Bahn, wenn die erst einmal sehen, wie toll die
DFB-Führung sich in so einem Zug präsentiert.

Wenn
so „Führungsstärke“ aussieht, dann wundert mich überhaupt nichts mehr. Weder das
Spieler jetzt anonym zur Presse gehen und über Mitspieler lästern, noch das man
ihnen wie kleinen Kindern das Internet im Mannschaftshotel sperren musste.
Irgendwo da draußen muss Matthias Sammer sitzen. Er liest die Sportzeitungen und
beisst nicht nur in eine Tischkante, er frisst den ganzen Tisch und spuckt
Zahnstocher aus.

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