Willkommen im Herbst, FC Bayern

Wir schreiben den 28. September 2018. Vor 5 Tagen war Herbstanfang. Und diese Jahreszeit scheint dem FC Bayern München wieder einmal nicht zu schmecken….

Es vergingen gerade einmal zwei Herbsttage, da konnte der FC Augsburg einen Punkt aus München mitnehmen. 1:1 lautete der Endstand, wobei wir gefühlt alle 30 Sekunden eine Großchance vergaben.

Noch einmal drei Tage später wurden die Münchener in Berlin erwartet. Endstand 2:0.

Als die Herthaner vor dem Spiel davon sprachen, man müsse jetzt „nur noch“ die Bayern schlagen, dann wäre alles gut, schmunzelten die Journalisten. Ich habe es beispielsweise live auf N-TV verfolgt. Als wäre es so einfach, die Bayern zu schlagen, hieß es danach.

Ob es einfach war, kann man die Berliner nun gern fragen. Aber es muss nicht einfach, sondern einfach nur machbar sein. Und das es machbar ist, haben sie vor wenigen Minuten gezeigt.

Willkommen im Herbst, FC Bayern München.

Ich fand es schon überraschend, wie leicht man den Punkteverlust gegen Augsburg nahm. Kann ja mal passieren, ein Ausrutscher, Kovac meinte sogar, er habe ja gleich gesagt, man würde jetzt nicht immer gewinnen.

Natürlich wird man nicht jedes Spiel gewinnen. Aber sobald man beim FC Bayern München damit anfängt, einen fahrlässigen Punkteverlust zum Normalfall werden zu lassen, ist dies ein Rückschritt. Und so ein Rückschritt führt dann zu so einem Spiel wie in Berlin am heutigen Abend.

Die Gegner scheinen ihr Mittel gegen den FC Bayern München gefunden zu haben. Und das wird auch Ajax nicht entgangen sein, die als Nächstes versuchen werden, den Bayern zu schaden.
Mit zwei solcher gefühlten Niederlagen im Rücken schleichen sich langsam Zweifel in die Köpfe der Spieler. Ganz leise, ganz langsam, aber der Anfang ist gemacht: macht der Kovac das wirklich richtig so? Könnte man nicht vielleicht auch anders….? Oder muss DER immer spielen und ich nicht? Warum und wieso eigentlich?

Man kann jetzt alles locker angehen lassen. Ist ja nichts passiert. Also fast nichts. Nur ein Ausrutscher oder zwei. Und man kann ja nicht alle Spiele gewinnen.
Und das nächste? Was ist, wenn das schiefgeht? Was ist, wenn man nicht so schnell ein Gegenmittel findet? Wenn der Herbst noch trister wird?
Ein Spiel geht noch. Bei zwei Spielen wird es kritisch. Dann kommen die Fragen: welchen Spieler hat der Kovac denn nun, wie angekündigt, besser gemacht?
War die Kaderplanung jetzt vielleicht doch nicht so gut?
Oder ist Kovac vielleicht doch einfach noch nicht so weit?
Und wenn wir erst einmal anfangen uns diese Fragen zu stellen, also nicht nur mal so auf Twitter oder Facebook, sondern ganz groß auf der Titelseite der Zeitungen: kann dann noch jemand den Zug aufhalten, der da kommen wird?

Nur ein Ausrutscher. Kann ja mal passieren. Wird schon wieder. Man kann ja nicht alle Spiele gewinnen. Relativieren ist ein Rückschritt, ein Rückschritt führt zum nächsten und am Ende gehen Bruno die Trainerkumpels aus und Cando vergeht das Bellen.

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