Es wird Zeit, FC Bayern…

Verlieren wir gar nicht erst viele Worte und sagen es direkt so, wie es ist: der FC Bayern München steckt mindestens knietief in der Scheiße.
Der Verein ist finanziell gesund aufgestellt und könnte grundsätzlich mit einer Saison in der Euro League klarkommen, aber das würde Konsequenzen nach sich ziehen. Es muss viel Geld in den Kader investiert werden und um die Verpflichtung eines neuen Trainers wird man wohl auch nicht herumkommen. Die Spitzenspieler sind aber teuer und haben zwischen den Millionen der Investoren mittlerweile eine große Auswahlmöglichkeit. Und namenhafte Trainer haben wahrscheinlich auch eher keine Lust auf die Euro League, sondern wollen lieber dorthin, wo ihnen genug bezahlt wird und sie die freie Auswahl an Spitzen-Transfers haben.

Es sind in erster Linie Personalien, die in der nächsten Zeit geklärt werden müssen. Vielleicht hätte man mir schon einmal ein vernünftiges Angebot machen sollen, um als externer Berater einzusteigen: es ist nämlich alles genau so gekommen, wie ich es an verschiedenen Stellen beschrieben habe.
Angefangen vom viel zu kleinen Kader, bei dessen Kalkulation man von einer nahezu 100%tigen Verletzungsfreiheit ausgegangen ist. Dann über die falschen Lobeshymnen in der Anfangsphase und erst Recht die „…kann ja mal passieren…“-Stimmung nach dem Augsburg-Spiel. Vom „AHA“-Effekt nach Augsburg-Hertha-Ajax mal ganz zu schweigen…

Nun, der FC Bayern München wird das hier nicht lesen, Hoeneß müsste ich das schon per Fax schicken, und selbst wenn, dann würde das mit dem Angebot natürlich nie eintreten. Schade eigentlich. Aber kommen wir stattdessen zu den anderen Personalien.

Niko Kovac ist das erste Opfer. Man muss die laufende Saison retten. Und in dieser Zeit kann man weder die Mannschaft neu aufstellen, noch die begangenen Fehler der Bosse rückgängig machen. Das einzige Mittel ist also ein Trainerwechsel.
Mein Mitleid mit Kovac hält sich aber in Grenzen, denn er hat vollmundige Versprechen abgegeben, von denen er keines halten konnte. Man muss sich den Job schon in beiden Richtungen zutrauen: sportlich, aber auch mit entsprechenden Mut für die internen Angelegenheiten.

Hasan Salihamidzic ist überflüssig. Das klingt menschlich gesehen hart, ist doch aber nur ein Fakt. Wenn die Bayern-Bosse jemanden brauchen, der für Pressebilder bei Vertragsabschlüssen für Jugendspieler in die Kamera grinst, dann sollen sie den Pressesprecher nehmen, der dürfte dann wahrscheinlich eh vor Ort sein und man spart sich das Augenrollen bei Medien und Fans.
Spätestens nachdem er bei der berüchtigten Pressekonferenz noch nicht einmal ungestört eine Frage beantworten durfte, kann mir doch niemand mehr ernsthaft erzählen wollen, dass er als Sportdirektor intern auch nur annähernd etwas entscheiden darf oder sogar ernstgenommen wird.

 

Uli Hoeneß will unbedingt noch weitermachen. Davon kann ihn wahrscheinlich nichts abhalten, obwohl es wirklich an der Zeit wäre. Aber dann sollte man ihm auch endgültig klarmachen, dass er ab sofort den Ball nicht nur flach halten, sondern unberührt lassen soll. Kann oder will er das nicht, muss er halt sofort zurücktreten.

 

Karl-Heinz Rummenigge sollte sich auf die Geschäfte des Vereins konzentrieren und langfristig einplanen den Posten des Präsidenten zu übernehmen.

Wer die Nachfolger als Trainer, Sportdirektor oder in der Vereinsführung werden könnte, möchte ich mir derzeit nicht anmaßen aufzuzählen. Man kann zwar eine Menge Namen in die Runde werfen, aber vor allem müsste man mit diesen Personen auch mal persönlich sprechen und sich ihre Ideen anhören. Dann wird man auch schnell merken, wer wirklich eine Idee hat und dafür brennt, oder wer einfach nur auf Bock auf einen Job beim – noch – größten und erfolgreichsten Verein in Deutschland hat.

Es ist nicht tragisch, wenn der FC Bayern München mal keinen Titel holt. Aber der Grund muss sinnvoll sein. Beispielsweise wäre das gegeben, wenn der Verein einen kompletten Umbruch mit hochtalentierten, jungen Spielern vollzieht, die noch ihre Zeit brauchen. Oder wenn der Verein 12 neue Spieler integrieren muss, das Team erst nach einer Saison richtig zusammengewachsen ist.
Aber wenn man mit offenen Augen ins Messer rennt und dabei stolz herumbrüllt, wie toll und wichtig man doch sei, dann darf, soll und muss man das kritisieren und ist deswegen trotzdem kein „Erfolgsfan“.

Und abschließend noch der Hinweis darauf, dass dieser Kommentar unter Berücksichtigung des Artikels 5 des Grundgesetzes geschrieben wurde: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten….
Man weiß ja nie, wer auf die Idee kommt diesen Text per Fax an irgendwelche Personen weiter zu leiten.

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