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Bayern siegt gegen Frankfurt – Hoffenheim bleibt spitze

Auch nach dem 10. Spieltag heißt der Tabellenführer FC Bayern München, Schalke 04, HSV, Werder Bremen, …nein, 1899 Hoffenheim ist es. Sicherlich nicht nur für mich ein überraschendes Tabellenbild, das kann man sicherlich nicht oft genug erwähnen.
Der 3:1 Sieg von Hoffenheim über Bochum sichert den ersten Platz mit einen Punkt vor Leverkusen und 2 Punkten vor den Hamburger SV.

Gleich hinter diesen Spitzen-Trio befindet sich nun der FC Bayern München. Vier Punkte Rückstand auf die Spitze – alles ist noch machbar…
Leicht war es in Frankfurt allerdings nicht. Ganz im Gegenteil. Die Bayern dominant, so dominant, dass sie sogar das Tore schießen für den Gegner übernahmen. Demichelis schafft es nicht den Ball über das Tor zu lenken – 1:0 für Frankfurt. Danach wurde es eine richtig enge Kiste. Die Frankfurter frecher und offensiver, Bayern unter Zugzwang. In der 65. Minute eine Flanke von Ribery, eine Weiterleitung mit der Hacke von Schweinsteiger, Klose schießt, trifft – Ausgleich. In der 70. Minute macht es Ribery dann direkt selber und trifft zum entscheidenen 2:1 für den FCB.

Auch dieses Spiel hat das Problem vom FCB aufgezeigt. Sobald sich ein Gegner massiv hinten reinstellt, gibt es Probleme die Abwehrmauer einzureissen.
Entäuschend ist die Leistung von Lukas Podolski. Ein Spieler kann doch nicht ständig seinen Anspruch auf einen Stammplatz formulieren und dann, wenn er die Chance hat zu spielen, völlig abtauchen. Zwischenzeitlich habe ich Podolski suchen müssen, ich dachte er wäre aufgrund einer Verletzung schon draussen – war er aber nicht. Es sieht im Moment nicht danach aus, als würde Podolski beim FCB noch die Kurve kriegen.

Hier noch ein paar Daten zum Spiel:

Eintracht Frankfurt – FC Bayern 1:2 (0:0)

Eintracht Frankfurt
Nikolov – Ochs, Russ, Galindo, Spycher – Steinhöfer (85. Tsourou), Fink, Toski (72. Ljubicic), Korkmaz (80. Mahdavikia) – Fenin – Liberopoulos

FC Bayern
Rensing – Oddo, Lucio, Demichelis, Zé Roberto – Schweinsteiger, Van Bommel, Borowski, Ribéry – Klose, Podolski (80. Ottl)

Ersatz:
Butt, Van Buyten, Sosa, Kroos, Lell

Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer:
51.500 (ausverkauft)

Tore:
1:0 Demichelis (55., Eigentor), 1:1 Klose (65.), 1:2 Ribéry (70.)

Gelbe Karten:
Toski, Ochs / Oddo, Schweinsteiger, Ribéry, Borowski, Zé Roberto, Rensing

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Bayern lobt Hoffenheim in die Favoritenrolle

Manchmal blitzt es wieder durch. Die Erfahrung. Die Psychospielchen.
Schon aufgefallen? Borowski lobt Hoffenheim. Van Bommel lobt Hoffenheim. Klinsmann hat nur gute Worte über gehabt. Klinsmann bestätigt, dass Hoffenheim absoluter Titelkandidat ist…

Reine Nächstenliebe sind diese lobenden Worte aus der letzten „Interview-Woche“ ganz bestimmt nicht. Die Bayern loben ihre Gegner hoch, erhöhen deren Druck und…hoffen darauf, dass sie diesen Druck nicht standhalten können und mindestens eine Mannschaft vorbeiziehen lassen müssen – eine Mannschaft, also den FC Bayern München.

Matthäus kritisiert Ballack

Ist man vor Lothar Matthäus eigentlich nie sicher? Ich glaube der äußert sich auch noch zu allen Angelegenheiten im deutschen Fussball, wenn er auf den Mond geschossen und kleine Aliens trainieren müsste.

„Was da passiert ist, ist der absolut falsche Weg. Das hat es noch nie gegeben. Es geht um Macht und Eitelkeiten.
Es ist ja nicht so, als wüsste Matthäus nicht von was er spricht. Macht und Eitelkeiten – ich glaube, jedesmal wenn er den Namen „Jürgen Klinsmann“ zu Protokoll gibt, sind genau das seine Gründe wieder irgendwelche alten Geschichten aufzuwärmen.

„Aber wenn es was zu besprechen gab, dann haben wir das etwa mit Franz Beckenbauer unter vier Augen gemacht. Oder am Telefon. Nicht öffentlich!“
Ich glaube Matthäus hat den Satz nicht ganz zu Ende geschrieben. „…unter vier Augen gemacht. Oder mit einen BILD-Mitarbeiter am Telefon. Nicht direkt öffentlich.“
Nun ja, eine kleine Randnotiz die auf das gute Axel-Springer/Lothar Matthäus-Verhältnis anspielen soll.

„Das ist wie in einer Ehe, die funktioniert – bis plötzlich ein Partner beim Fremdgehen erwischt wird.“, so Matthäus Vergleich in Bezug auf das Vertrauensverhältnis von Trainer und Spieler nach dieser Geschichte.
Ja, der Lothar – der weiß bestimmt wovon er spricht, wenn er solche Vergleiche anstellt…

Ich hatte letztens übrigens ein Albtraum. Lothar Matthäus wurde als neuer Nationaltrainer des DFB vorgestellt und San Marino wollte mir die „Einbürgerung aufgrund seelischer Grausamkeiten“ nicht gewähren. Gruselig!