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“Geldgeil”, “Bayern kauft alles kaputt”, “Spielt eh nicht..”: Goretzka wechselt von #S04 zum #FCBayern

91transDie BILD hatte bereits am 31. Dezember 2017 gemeldet, dass Leon Goretzka im Sommer von Schalke04 zum FC Bayern München wechseln wird.
In den letzten Wochen bestätigten die Bayern durch die Blumen immer wieder das Interesse, aber es war noch nichts offiziell. Die offizielle Verkündung übernahm nun auch weder der Spieler noch der neue Verein: Christian Heidel verkündete nun auf eine Pressekonferenz, dass der Wechsel perfekt ist und Goretzka bereits zum medizinischen Check in München war. Dies war, laut Bayern-Bosse in den letzten Tagen, auch nur noch die letzte Hürde.

Wie es nun mit diesem Thema weiter geht, kann man sich leicht ausrechnen.

In den sozialen Netzwerken wird es zahlreiche Postings mit den folgenden Inhalten geben:
„Die Bayern kaufen alles kaputt“, „Der wird eh nur auf der Bank sitzen“ und „der Spieler ist geldgeil“.

Von einem Kauf im eigentlichen Sinne kann aber eigentlich gar keine Rede sein. Goretzka wechselt, trotz eines Marktwertes von 40 Millionen Euro (lt. Transfermarkt.de) ablösefrei zum FC Bayern München.
Wenn der FC Bayern München einen deutschen Nationalspieler, der immerhin den Confed-Cup gewann und auf der Wunschliste von vielen Top-Vereinen in Europa gestanden haben soll, nicht verpflichtet – zumal noch ablösefrei – dann müssten sie ja nun wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein.

Die typischen „der sitzt doch da nur auf der Bank“-Sprüche langweilen mich genauso wie der homoerotische „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“-Gesang. Nicht nur, weil sich mittlerweile regelmäßig beim FC Bayern München junge Spieler etablieren, sondern auch, weil man damit seinen eigenen Verein beleidigt. Im Klartext hieße das nämlich: Schalke 04 ist so schlecht, dass deren Star und Hoffnungsträger beim FC Bayern noch nicht einmal spielen würde. Merkt Ihr selbst, oder?

Das Goretzka „geldgeil“ ist und deswegen wechselt, kann man so nicht vermuten. Bei Schalke 04 bezahlen sie die Spieler auch nicht gerade mit Lebensmittelgutscheinen. Vor allem aber sind die Gehälter im Ausland um einiges höher. Und die entsprechenden Angebote sollen Leon Goretzka ja bekanntermaßen gemacht worden sein.

Aber die Fans sind nicht die Einzigen, bei denen man sich den weiteren Verlauf noch gut vorstellen kann. In den Medien heißt es in den nächsten Tagen: wer wird den FC Bayern München deswegen verlassen müssen?
Hier wird man dann auf die Spekulationen der letzten Zeit zurückgreifen und Arturo Vidal wieder als erstes nennen.
Dabei ist es gar nicht sicher, ob wegen Goretzka ein Spieler abgegeben werden muss? Vielleicht bemerkt man auch im Spitzenfussball endlich, dass die Kader in der Breite besser aufgestellt werden können, weil mehr Spiele mehr Arbeit bedeuten. Und mehr Arbeit ist in anderen Bereichen des Lebens auch immer mit mehr Personal verbunden. Über die Vorteile dieser Planung habe ich mich nun schon so oft ausgelassen, dass will ich an dieser Stelle lieber nicht weiter vertiefen.
Bleibt abschließend eigentlich nur noch ein (baldiges) Willkommen beim FC Bayern München, Leon Goretzka.

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Ribery & Wagner–Geschichten des Spiels #B04FCB

2018-01-12Mit einem 1:3 Sieg gegen Bayer Leverkusen ist der Auftakt zur Rückrunde für den FC Bayern München ein voller Erfolg gewesen. Das Spiel selbst hatte seine eigenen Geschichten. Für einige Medienvertreter war das aber wohl alles ein wenig zu viel.
Die Süddeutsche Zeitung zumindest ist völlig durcheinander gewesen. Laut deren Tweet hätte wohl Bayer Leverkusen durch zwei Eigentore der Bayern gewonnen.

Spätestens nach dem Torjubel von Franck Ribery, er zeigte vor den Fans mehrfach auf das Vereinslogo seines Trikots, weiß man, wie sehr der Franzose auf ein neues Vertragsangebot wartet.
Und dieses Angebot sollte man ihm auch unbedingt machen. Natürlich muss man ihm klar machen, dass er nicht mehr der Jüngste ist und er im Team eine neue, zusätzliche Aufgabe übernehmen muss: seine eigenen Nachfolger an das heranführen!
Ob Gnabry, Coman oder vielleicht Brandt, der unter Umständen doch noch irgendwann zum FC Bayern München wechselt: sie alle können von der Erfahrung und dem Siegeswillen eines Riberys sehr viel lernen.

Eine weitere Geschichte des Spiels, neben der Tatsache, dass Bayer Leverkusen zum ersten mal in dieser Saison zu Hause geschlagen wurde, ist das Comeback von Sandro Wagner.
Nicht nur er selbst rechnete damit, heute in der Startelf zu stehen. Nachdem Lewandowski aus gesundheitlichen Gründen nicht im Kader stand, wäre das wohl die logische Schlussfolgerung gewesen.
Jupp Heynckes wird aber einen Grund gehabt haben, da kann man sich sicher sein. Sehr wahrscheinlich braucht Wagner einfach noch 1-2 Wochen mit dem Team, um seine Qualitäten auch im Ernstfall einsetzen zu können. Schadenfrohe Kritiker, die den Transfer mit den üblichen “Bank-Sprüchen” kommentierten, dürften sich bestätigt fühlen, sollten sich aber nicht zu früh freuen. Sandro Wagner wird für den FC Bayern München noch eine wichtige Rolle spielen.

Bild: Screenshot Twitter

Harte Arbeit anstelle von schönen Träumen

Jupp Heynckes PKBesonders vor dem Start in die Rückrunde hört und liest man wieder besonders häufig von den “Triple-Bayern”.
Die jüngsten Erfolge von Jupp Heynckes mit seinem Team, aber auch das angebliche “Glückslos” in der Champions League, Besiktas Istanbul, haben dazu ihren Beitrag geleistet.
Auf einer Pressekonferenz stellte Heynckes aber unlängst klar, dass Fans und notfalls auch Medienvertreter ja gern träumen dürfen, aber er selbst schon glücklich damit sei, wenn man nach dem misslungenen Start die Saison mit der deutschen Meisterschaft abschließen könnte.
Und so muss man es auch durchaus realistisch gesehen halten.

Der DFB-Pokal wurde sicherlich mit dem Rauswurf von RB Leipzig und vor allem Borussia Dortmund schon etwas greifbarer, aber dort entscheiden viele Faktoren. Neben der Tagesform auch die Laune eines Schiedsrichters, der an einem schlechten Tag oder auch nur aufgrund eines quersitzenden Darmwindes mit nur einer Fehlentscheidung das Ende neu schreiben kann.
Besiktas Istanbul ist alles andere als ein Freilos. Klar, die türkische Mannschaft ist nicht Real Madrid. Aber sie befindet sich in der K.O.-Phase der Champions League und ist nicht dort hingekommen, weil Präsident Erdogan als Gewinner eines Sympathie-Awards einen Wunsch frei hatte.
Lediglich in der Bundesliga dürfte anhand der  11 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Schalke04 nicht mehr ganz so viel anbrennen.
Aber auch hierfür ist harte Arbeit notwendig und die schönen Träume machen höchstens die Beine weich.
Glücklicherweise ist auf Jupp Heynckes diesbezüglich Verlass. Er wird keinem der Spieler erlauben, sich irgendwelchen Triple-Träumen hinzugeben.