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Abschied: Renato Sanches wechselt zu AC Mailand

Vorlage

35 Millionen Euro hat der Wechsel des 19jährigen Portugiesen gekostet.
5 Millionen Euro musste der FC Bayern noch einmal draufzahlen, weil Carlo Ancelotti ihn in den letzten Bundesligaspielen noch einmal aufstellte, obwohl es um nichts mehr ging und Sanches so oder so als Totalausfall galt.
Ein teures Integrationsproblem, welches sich der FC Bayern München da geleistet hat. Vielversprechend, wenn man die erfolgreiche Europameisterschaft des späteren Titelgewinners betrachtet. Aber auch ziemlich kurzsichtig…

Bayern-Boss Rummenigge spricht davon, dass man in Gesprächen sei. Sanches gab der SportBILD nun das Statement, er sei grundsätzlich nicht unzufrieden beim Verein, wolle aber mehr spielen. Und er gehe davon aus, dass dies beim AC Mailand auch könne.

Kurzsichtig ist es vom Verein deswegen, weil man ihn bereits im letzten Winter hätte ausleihen können und wohl auch müssen. Nun scheint es aber wohl so, als würde es keine Leihe geben, sondern einen endgültigen Wechsel. Sollte er dann beim nächsten Arbeitgeber einschlagen wie eine Bombe, dann beißt man sich an der Säbener Straße wieder in den Allerwertesten und hadert mit sich, warum es nicht auch hier so lief.

Was mit Sanches los ist, kann man als Außenstehender nicht endgültig beurteilen. Er sprach aber immer wieder davon, sich nicht 100% wohl zu fühlen. Vielleicht sei er zu jung gewesen, um im Ausland zu spielen. Vielleicht passt aber auch einfach die Chemie nicht. Fakt bleibt, das sieht man, wenn er auf dem Platz steht, dass er für den Verein so nicht zu gebrauchen ist.
Nur hätte man vorher noch die Option gehabt, ihn bei einem anderen Verein für etwa 1.5 Jahre reifen zu lassen. Nun scheint es so, als habe man den Spieler endgültig aufgegeben. Nach der Asien-Tour soll es eine Entscheidung geben. Also nur eine Frage der Zeit, bis Sanches auch ganz offiziell die Koffer packt und in den Süden zieht.

Bild: FC Bayern München, 91. Minute

Wer ist der neue Sportdirektor des FC Bayern München?

Er ist der neue Sportdirektor fc bayern münchen

Der FC Bayern München hat so einiges auf sich genommen, um in Asien Werbung in eigener Sache zu machen. Neben unzähligen PR-Terminen wurde auch schon zwei von vier Spielen gegen europäische Top-Vereine ausgetragen.
Gegen Arsenal London verlor man im Elfmeterschießen. Und gegen AC Mailand direkt mit 0:4 Toren in der regulären Spielzeit.
Es ist schon ein Problem, wenn man Werbung für sich machen möchte, dann aber sportlich nur auf die Mütze bekommt. Dabei interessiert es niemanden, ob die Spieler einen langen Flug hatten, das Klima und die Temperaturen nicht so ideal sind oder der Saturn im falschen Winkel zu irgendeinem anderen Mond steht.

In Deutschland verstehen die Fans das als Warnsignal und fordern, in bester Computerspielmanier, die utopischsten Transfers in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Wahrscheinlich genau die gleichen Fans, die sich in vier Wochen wieder darüber beklagen, dass es im Fussball nur noch um das liebe Geld geht.

Inmitten dieser Stimmung lässt Uli Hoeneß einen Satz fallen, der besonders die Medien aufhorchen lässt:

Neuer Sportdirektor in den nächsten 6 Wochen

Viel Zeit habe Uli Hoeneß gehabt, um mit Rummenigge auf den langen Autofahrten über das Thema zu sprechen. Und der neue Sportdirektor soll demnach in den nächsten sechs Wochen vorgestellt werden. Fans und Sport-Redaktionen drehen gleichermaßen an alle Räder, alle Namen werden in den Raum geschmissen, niemand weiß was, aber natürlich haben alle ihren persönlichen Favoriten.

Philipp Lahm, gerade vollkommen zu recht Deutschlands Fussballer des Jahres geworden, wird es schon einmal nicht.
Oliver Kahn auch nicht, denn der hat keinerlei Interesse an einen solchen Posten.
Max Eberl, lange Zeit der Favorit auf den Posten, wird es auch nicht.

mark van bommel sportdirektorMark van Bommel ist plötzlich ganz oben auf der Liste. Sport1 stellt daraufhin fest, dass der Niederländer es doch nicht wird. Eine Stunde später schreibt RP Online, dass Van Bommel es doch werden soll. Zeitgleich mit der Abendzeitung, die ihn zumindest nur noch als möglichen Kandidaten auf der Liste hat.
Da stand er übrigens auch schon, als es hieß, der FC Bayern würde ein Ex-Spieler als Co-Trainer verpflichten.

Wenig Beachtung findet hingegen die naheliegende Lösung: Miroslav Klose!
Der trifft derzeit überall auf offene Türen, wie ich schon vor einiger Zeit schrieb. Und mit seiner Erscheinung könnte er demnächst der Chef-Diplomat zwischen Seitenlinie und Chef-Etage sein.

Wenn man nach dem Ausschlussverfahren weiter macht, dann wird man in den nächsten sechs Wochen nicht mit allen Namen durch sein. Obwohl das bei der chaotischen Berichterstattung über das Thema schon fast möglich sein sollte, dass jeder potentielle Kandidat auch mindestens einmal irgendwo genannt wurde.

Übrigens… Günther Netzer hat gerade seinen Posten als Executive Director bei Infront Sport & Media niedergelegt.
Geht der 72jährige wirklich, wie von seinen Geschäftspartner so betitelt, in den Ruhestand?

Bilder: 91. Minute/Google Screenshots

Streit beim #FCBayern? Rafinha vs Rummenigge vs Kimmich

Rafinha vs Rummenigge vs Kimmich

Das Joshua Kimmich als Nachfolger von Philipp Lahm auf der Position des rechten Verteidigers von oberster Stelle beim FC Bayern München genannt wurde, scheint Rafinha nun nicht zwingend zu gefallen.
Verständlich. Der Brasilianer rechnet sich nach seinen jüngsten Einsätzen in der Nationalmannschaft durchaus Chancen aus, für die Selecao bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland spielen zu dürfen.

Rummenigge kann sagen, was er will. Ich glaube, er hat hier seine Aufgaben, aber der Trainer ist Carlo Ancelotti. Er entscheidet, wer spielt, oder nicht.
Rafinha, 19. Juli 2017

Ob es zwingend notwendig war, die eigenen Ansprüche in einem solchen Statement zu unterstreichen? Ja!
Wenn man immer und immer wieder öffentlich nur als Nummer 2 auf der Position wahrgenommen wird, findet man sich vielleicht selbst irgendwann damit ab. Rafinha hat mit der Aussage unter Beweis gestellt, dass er nicht gewillt ist, sich still und leise hinten anzustellen. Einmal verbal auf den Tisch zu hauen, sei sein gutes Recht.

Problematisch wird es allerdings, wenn der Konkurrenzkampf zwischen Rafinha und Kimmich die Stimmung beeinträchtigen sollte. Kimmich hatte ja bereits seine Auseinandersetzung im Rahmen des ConfedCup-Finales mit seinem Teamkollegen Arturo Vidal, der im Anschluss an seiner Aktion eigentlich hätte vom Platz gestellt werden müssen.
Sollte sich nun auch vielleicht sogar eine „Südamerika-Allianz“ gegen den deutschen Nationalspieler formieren, dürfte auch Rafinha schnell erfahren, welche Aufgaben Karl-Heinz Rummenigge sonst noch so im Verein wahrnimmt.

Sehr wahrscheinlich wird auch auf der Position des Rechtsverteidigers eine Rotation zwingend notwendig sein. Besonders vor dem Hintergrund, dass besonders Kimmich eine verkürzte Sommerpause hatte und direkt im nächsten Jahr wohl wieder bei der Weltmeisterschaft spielen wird.
Unter Umständen werden also beide Spieler auf ausreichend Einsatzzeiten kommen, ohne das jemand zwangsläufig auf der Strecke bleiben muss.
Nachdem Rafinha nun einmal in aller Deutlichkeit seine Ansprüche formulierte, wäre er allerdings gut damit beraten, die Situation jetzt vernünftig anzunehmen. Und genau darin liegt ja häufig die große Schwäche des Brasilianers: in der Selbstbeherrschung.

Bild: 91.Minute, FC Bayern München