(K)eine Überraschung!? Kovac neuer Trainer des FC Bayern | #Kovac

Die BILD hat es mal wieder als erstes getitelt: Niko Kovac soll bereits als neuer Trainer des FC Bayern München feststehen und ab dem Sommer die Nachfolge von Jupp Heynckes antreten.
Wie große das Risiko ist, welches der Verein mit dieser Verpflichtung eingeht, habe ich bereits geschrieben [hier klicken].

Seine Erfahrung als Trainer beruht auf Jugendmannschaften, Co-Trainer Posten bei Red Bull Salzburg, einen Ausflug als Nationaltrainer Kroatiens und nun eben Eintracht Frankfurt.

Man kann mit einen Trainer wie Ancelotti und seinen vielen Titeln Pech haben. Und man kann mit Kovac und seinen 0 (in Worten: Null) Titeln Glück haben.

Ist der große FC Bayern München zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um Alternativen zu haben? Man muss sich schon fragen, warum beispielsweise Matthias Sammer beim Konkurrenten Borussia Dortmund als externer Berater aufschlägt, wo die Roten sonst gern mal einen Posten als “Markenbotschafter” anbieten, um verdiente Mitarbeiter am Verein zu binden. Und zählt man die Erfolge unter dem Sportdirektor Matthias Sammer, dann kann man hier sehr wohl von Verdiensten sprechen.

Niko Kovac muss man die Chance geben, sich zu einem Glücksgriff zu entwickeln. Zeit wird er dafür aber keine bekommen. So will es das ungeschriebene Gesetz an der Säbener Straße – verständlicherweise und aus Gründen.

Mein Kopf will Niko Kovac die Chance geben, ein erfolgreicher Bayern-Trainer zu werden. Nur das Bauchgefühl lenkt davon ab und lässt mich grübeln, wer zur Rückrunde sein Nachfolger werden könnte. 

 

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Obacht…! | #FCBSFC

Wer meine Kommentare vor Spielen regelmäßig liest, muss langsam den Eindruck bekommen, ich wurde irgendwann im Leben “gesammert”. Eigentlich ist Matthias Sammer als “der Mahner” bekannt geworden. Aber seien wir doch mal ehrlich: die Show ist erst vorüber, wenn die vollschlanke Dame singt… Und das gilt auch für das anstehende Viertelfinale!

1:2, so heißt es, sei doch ein gutes Ergebnis für den FC Bayern München im Hinspiel des Viertelfinales. Kommentatoren erklärten den Rekordmeister schon während des laufenden Spiels zum sicheren Halbfinalisten.

Tatsächlich ist das Ergebnis in Ordnung. Aber mehr auch nicht!? Anstoß, ein kleiner individueller Fehler oder mit dem Kopf noch kurz woanders, schon steht es 0:1 für die Spanier und es wird ein heißes Rennen werden.
So eine todsichere Sache ist ein 1:2 dann schon gar nicht mehr…

100% Leistung ist Grundvoraussetzung für das Spiel. Alles andere wäre für ein Viertelfinale der Champions League aber auch ziemlich vermessen.
Und sollten diese 100% dann ausreichend sein, muss eine klare Steigerung folgen, um im Halbfinale gegen die hohe Qualität auf internationaler Bühne auch bestehen zu können. Aber einen Schritt nach dem anderen, sonst wäre ich ja auch nicht besser, als die Kommentatoren, die bereits die nächste Runde vor dem Abpfiff des Hinspiels bestätigen wollten.

Meine Aufstellung für das Spiel gegen Sevilla:

Ulreich
Kimmich – Boateng – Hummels – Rafinha
Martinez
Robben – Müller – James – Ribery
Lewandowski

#MiaSanMeister: 6. Meisterschaft in Folge – folgt jetzt die Champions League?

Kommt Ihr Kind in diesem Jahr zur Schule? Dann ist die Möglichkeit groß, dass seit der Geburt Ihres Kindes immer der FC Bayern München am Ende einer Saison die deutsche Meisterschaft gewonnen hat.
Klingt vollkommen irre, oder?

Zum 6. mal in Folge ist der FC Bayern München heute, wieder einmal vorzeitig, deutscher Meister geworden. Und das in einer Saison, in der man den zuvor hochgelobten Trainer Carlo Ancelotti aufgrund drohender Erfolglosigkeit feuern musste.

Genau diesen Trainer grüßte Jupp Heynckes in der Stunde seines Triumphes, widmete ihm einen Teil des Titels und lobte ihn als „großartigen Trainer“.
Man muss sich noch einmal genau zurückerinnern: Bayern lag 5 Punkte in der Meisterschaft zurück, wurde von PSG in der Champions League abgekocht und Heynckes musste „..die Kabine befrieden…“, als der Italiener gegangen wurde und er die Mannschaft übernahm.
Und trotzdem findet er solche Worte in einem Augenblick, in dem er allein die Lorbeeren hätte einfahren könnte. Verdientermaßen.
Das unterscheidet einen großen Trainer von einem legendären Trainer.

Der FC Bayern München erscheint mir derzeit nicht als Favorit auf den Sieg in der Champions League. Der Triple-Gewinn war, ähnlich wie der 7:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Brasilien, ein Meilenstein, den man nicht so einfach wiederholen kann. Vor allem aber liegt es auch daran, dass die meisten Spieler nicht hungrig genug zu sein scheinen.
Für Jupp Heynckes vielleicht gar keine so schlechte Situation. Der Trainer möchte nach seinem kurzfristigen Comeback wieder seine Ruhe haben. Sollte er das Triple-Wunder in einer verloren geglaubten Saison wiederholen können, würden ihm Vereine die Tür zu seinem Landhaus einrennen. Scheichs würden mit dem Helikopter über sein Grundstück kreisen und ungefragt Geldkoffer abwerfen, solange sie darin eine Chance sehen würden, Heynckes verpflichten zu können.
Sollten wir also gegen Sevilla wider Erwarten ausscheiden oder in der nächsten Runde von Real Madrid ordentlich auf den Deckel bekommen, könnten wir der Sache schon mal vorab etwas positives abgewinnen….