#WM2018: Ist das Deutschlands Weg bei der Weltmeisterschaft?

german-flag-640x381Wenn am 14. Juni 2018 um 17.00 Uhr der Anpfiff erfolgt, liegen Wochen und Monate von Vorfreude hinter einem Fussball-Fan. Was für Festwochen, wenn täglich bis zu drei Spiele stattfinden, von denen man am liebsten kein einziges verpassen möchte.


Um mir die Vorfreude zu verderben, hat die Nationalmannschaft wirklich alles gegeben. Neben der miserablen Leistung in den Vorbereitungsspielen droht uns auch noch das Pulverfass um die Erdogan-Geschichte, die letztendlich die Stimmung völlig kippen lassen könnte.
Umso schwieriger ist es, den Weg der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland abschätzen zu können.

  • Pflichtsieg gegen Mexico, weil sonst die Luft brennt.
  • Traditionelle Schwierigkeiten im 2. Spiel gegen Schweden
  • Gruppensieg gegen Südkorea

  • Ein knapper Sieg im Achtelfinale gegen die Schweiz
  • Ein Sieg nach Verlängerung im Viertelfinale gegen Kolumbien
  • Volle Hosen gegen Spanien im Halbfinale
  • Und eine unmotivierte Niederlage gegen Frankreich im Spiel um Platz 3

Würde man allerdings nur die bisherigen Spiele berücksichtigen, könnten die Nationalspieler am 28. Juni ihren Urlaub buchen, nachdem sie ihren Rausch vom Frusttrinken ausgeschlafen haben.
Einig könnte man sich vielleicht darüber werden, dass Brasilien derzeit als heißester Kandidat für den Finalsieg gelten könnte. Für die Brasilianer wäre es nach der Katastrophe bei der letzten WM im eigenen Land sicherlich Balsam auf einer geschundenen Fan-Seele. Aber hey, die haben schon tolle Strände günstige Brust-OP´s, man kann nicht alles haben: der Pokal fühlte sich doch wohl in Deutschland und ich hätte absolut nichts dagegen, wenn seine Aufenthaltsgenehmigung noch um vier weitere Jahre verlängert werden würde….


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#WM2018: Thema Özil & Gündogan könnte noch heißer kochen

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5 Tage vor dem ersten Spiel der Weltmeisterschaft in Russland würde ich mich gern ausschließlich um die sportlichen Themen der Nationalmannschaft kümmern und mir keinerlei Gedanken darum machen müssen, ob uns ein völlig anderes Thema noch um die Ohren fliegen könnte.
Aber tatsächlich kommt keine Ruhe in das Thema Özil, Gündogan und Erdogan. Jogi Löw und Oliver Bierhoff reagieren mittlerweile ziemlich dünnhäutig und machen die Sache dadurch auch nicht besser.

Also fassen wir kurz zusammen:
Gündogan hat nur einen deutschen Pass, bezeichnet aber den umstrittenen Erdogan hochachtungsvoll als “seinen Präsidenten”. Er erklärt danach vieles, aber verliert kein Wort darüber, dass er die Methoden von Erdogan nicht in Ordnung findet.
Özil geht sogar noch einen Schritt weiter. Er sitzt die ganze Sache einfach aus und gibt überhaupt keinen Kommentar dazu ab.

Oliver Bierhoff meckert rum. Jogi Löw meckert rum. Der Bundestrainer will, dass es nun nur noch um sportliche Themen geht. Die Pfiffe gegen 1-2 einzelne Spieler schaden nämlich dem ganzen Team und somit dem Vorhaben, ein erfolgreiches Turnier zu spielen.
Die Frage ist, warum Löw dieses Risiko eingeht?
Das Löw, Özil und Gündogan von der gleichen Firma beraten werden, fällt medial völlig unter den Teppich. Und sollte das irgendwann mitten im Turnier doch nochmal groß aufgegriffen werden, sei es nur als Retourkutsche für diese derzeitigen Sprüche gegen die Medien, dann kann die Stimmung so richtig kippen. Dann ist das, was derzeit an Nachfragen kommt, ein lauwarmes Süppchen. Das Thema könnte dann noch deutlich heißer hochkochen.
Und das alles dann für zwei Spieler, die aus irgendwelchen egoistischen Gründen eine falsche Entscheidung getroffen haben?
Na, schönen Dank auch.


#AUTGER | Was wäre ein Test sonst wert?

PhotoFunia-1527972884Erst gab es 1.5 Stunden Verzögerung, dann eine Halbzeit zum vergessen und am Ende noch einen sportlichen Offenbarungseid: mit 2:1 unterliegt die deutsche Nationalmannschaft in Klagenfurt den Österreichern.

Eigentlich könnte man meinen, Löw nutzt die Chance und nominiert einfach seinen kompletten Kader noch einmal neu.
Aber da sind auch noch ein paar andere Fakten, die man berücksichtigen muss.

Neben der endlos scheinenden Verzögerung wird die Mannschaft in dieser Zusammensetzung wohl eher nicht in Russland spielen.
Und vor allem werden sie nicht in dieser Verfassung sein. Die Spieler sollten nämlich im Spiel gegen Mexico bei 100% sein – nicht gegen Österreich.
Das ist keine Entschuldigung für ihr schlechtes Spiel. Aber genau das kann Löw in die Karten spielen, indem er ihnen immer wieder vor Augen führt: so gewinnt ihr in Russland noch nicht einmal Mitleid!

Aus dem Spiel gibt es 3  Erkenntnisse:
1. Manuel Neuer kann noch Bälle fangen.
2. Man hat noch die Chance, Fehler abzustellen.
3. Jogi Löw nimmt es nicht so einfach hin, sondern sagt danach schonungslos, alle Feldspieler hätten versagt und sich nicht aufgedrängt.

Jetzt muss man aus diesen Erkenntnissen nur noch die richtigen Schlüsse ziehen. Dann könnte der misslungene Abend sogar noch wertvoll werden. Was wäre ein Test sonst wert, wenn er nicht schonungslos die Stellschrauben aufdecken würde, an die es noch zu drehen gilt?