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#DieMannschaft: Danke, Bastian Schweinsteiger!

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Der Kapitän geht von Bord! Bastian Schweinsteiger tritt aus der Nationalmannschaft zurück.

Unter dem Abschied von Bastian Schweinsteiger schrieb ein Fan: „Mein Großvater erzählte mir von Franz Beckenbauer, mein Vater von Lothar Matthäus, ich werde von Bastian Schweinsteiger erzählen.“.
Mit diesen Worten dürfte jedem klar werden, welch große Persönlichkeit die deutsche Nationalmannschaft heute verabschiedet.

Ich erinnere mich noch so gut daran, wie ich den frechen Schweinsteiger im ersten Spiel für die Profis beim FC Bayern München auf der rechten Seite habe rumflitzen sehen. Er wurde reifer, kämpferischer, aber auch stiller, weiser, nachdenklicher. Vom Jungen zum Mann. Vom talentierten Youngster zum legendären Kämpfer im WM-Finale 2014 in Maracana.
Verdammt, ich werde alt.

Die Entscheidung von Bastian Schweinsteiger ist richtig. Und es auch traurig. Selten war der EM-Titel, den er sich zu seinem Karriereende noch so sehr gewünscht hat, greifbarer gewesen. Leider hat es mit diesem perfekten Abschluss, wirklich alle Titel im Profi-Fussball zu gewinnen, nicht geklappt. Aber über allem steht der Titel für die Ewigkeit: Weltmeister & Fussballgott Bastian Schweinsteiger.
Obwohl es, wie gesagt, richtig und auch absehbar war, kommt trotzdem ein wenig Wehmut auf, wenn man es dann schwarz auf weiß liest und sich bewusst wird, dass unsere Nummer 7 in der Nationalmannschaft nicht mehr der „Schweini“ ist.

Auch auf Vereinsebene soll es schwierig werden, steht am Tage seines Rücktritts geschrieben. Lass es ruhig angehen, Bastian. Es wäre Dir zu wünschen, dass Du Deinen neuen Lebensabschnitt abseits des Rasens und als verheirateter Mann und vielleicht als zukünftiger Familienvater auch noch genießen kannst. Das Du mit Deinen Kindern spielen und im Garten kicken kannst, ohne nach 10 Minuten schon ein Schmerzmittel einwerfen zu müssen, weil der geschundene Körper die Last der Jahre nicht mehr tragen kann.
Beweisen musst Bastian Schweinsteiger niemanden mehr etwas. Er ist Weltmeister. Er ist der Fußballgott. Danke für alles und auf ein baldiges Wiedersehen, vielleicht am Rande des Spielfeldes.

Auf Wiedersehen, Fussballgott!

Bastian Schweinsteiger (2)Am Anfang waren es die typischen Medienberichte, die es in jeder Sommerpause gibt. Bastian Schweinsteiger könnte den FC Bayern München verlassen, Deutschland verlassen und sein Glück im Ausland suchen.
Von Woche zu Woche verdichteten sich aber die Anzeichen und nun scheint man nur noch auf die offizielle Bestätigung zu warten.

Es wäre sicherlich gewöhnungsbedürftig, den Weltmeister und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr in den eigenen Reihen zu wissen. Aber es würde auch zu Bastian Schweinsteiger passen.
Anders als sein Weggefährte Lahm, der eher den heimischen Typ Mensch verkörpert, ist Schweini eher ein Globetrotter. Die Beziehung zu seiner langjährigen Freundin Sarah ging im letzten Jahr in die Brüche, an seiner Seite ist nun die Tennisspielerin Ana Ivanovic, man spricht bereits von Verlobung und eventueller Hochzeit. Es ist allseits bekannt, dass der Tenniszirkus alles andere als eine regionale, noch nicht einmal eine nationale Geschichte ist.
Wenn man die Karriere des Bastian Schweinsteiger so miterlebt hat, fällt ein Abschied schwer. Aber es fühlt sich für den Menschen und Spieler Schweinsteiger richtig an.

“Auf Wiedersehen” dürfte die korrekte Verabschiedung sein. Das Wiedersehen mit dem Fussballgott sollte vorprogrammiert sein. Was wäre aus jetziger Sicht wünschenswerter, als das Trio Lahm, Schweinsteiger und Müller irgendwann in der Führungsetage des FC Bayern München zu sehen?

Bis dahin wäre es aber ein Traumszenario, wenn der Kapitän der “Mannschaft” durch seinen möglichen Wechsel noch einmal einen weiteren Schritt macht und uns 2016 zum EM-Titel führen könnte. Und somit ist das “Auf Wiedersehen” so oder so gerechtfertigt, denn spätestens im Trikot mit dem Bundesadler ist wieder unser Schweinsteiger, unser Fussballgott!

Kompromiss im Ärzte-Zoff

Dem FC Bayern München scheint eine harmonische Rückrunde ins Haus zu stehen. Mit der obigen Mitteilung über Twitter wurde ein weiterer interner Streitpunkt stillgelegt.

Unzufriedene Spieler, die aufgrund ihrer geringen Einsatzzeiten mal einen Kommentar abgeben, gibt es immer wieder. Für zwei dieser Kandidaten wurde in den letzten Tagen eine Lösung gefunden.
Pierre Emile Hojbjerg wurde an den FC Augsburg verliehen und kann sich, nach einer Vertragsverlängerung mit dem FC Bayern, in der Nachbarschaft Spielpraxis verschaffen.
Xherdan Shaqiri, der sich noch häufiger und deutlicher über seine Rolle beim FC Bayern beschwerte, wurde erwartungsgemäß in der Winterpause zu einem anderen Verein transferiert und spielt ab sofort in der Serie A für Inter Mailand.

Ein Streitpunkt der etwas anderen Art war die medizinische Versorgung beim FC Bayern München. Nun ist Dr. Müller-Wohlfahrt (nicht nur) in Deutschland so bekannt und genießt einen ausgezeichneten Ruf, dass man sich schon fragen könnte, wo genau denn da das Problem liegen könne.
Pep Guardiola war es vom FC Barcelona gewöhnt, dass der Arzt ausschließlich für den Verein und auf dem Vereinsgelände tätig war. “Mull” hingegen bestand darauf, seine tägliche Arbeit in der Praxis weiter nachgehen zu können. Verletzte sich ein Spieler im Training, wurden die Eisbeutel vom Physiotherapeuten aufs Bein gelegt, auch als “Erstversorgung” bekannt, und wurde dann in die naheliegende Praxis gefahren.
Nun übernimmt der Sohn von Dr. Müller-Wohlfahrt diese Erstversorgung an der Säbener-Straße. Der ist ebenfalls Arzt, genauer gesagt Orthopäde, und hat seine Doktorarbeit, wie sollte es fast anders sein, über Muskelverletzungen geschrieben, so war es zumindest in den Medien zu lesen.
”Ich freue mich über diese große Aufgabe.”, ließ “Mull-Junior” wissen und die Zeitungen veröffentlichten überwiegend ein Bild vom neuen Doc und Bastian Schweinsteiger, die schon vertraut miteinander scherzten.

Ein cleverer Schachzug, ein toller Kompromiss und wieder ein Streitpunkt weniger beim einstigen “FC Hollywood”, der systematisch daran arbeitet, demnächst “FC Harmonica”, oder so ähnlich, genannt zu werden.
Ich könnte mir schlimmere Szenarien vor einer Rückrunde ausmalen. Wahrscheinlich wären sie in schwarz-gelb gehalten.