Tag-Archiv | Borussia Dortmund

Götze zurück zum #BVB: Ausverkauf beim #FCBayern?

Nach aktuellen Medienberichten ist der Wechsel von Mario Götze zur Borussia Dortmund fast schon in trockenen Tüchern.Mario Götze neue Rückennummer Borussia Dortmund
Als der FC Bayern München Götze verpflichtete, galt er als nationale Alternative und konservativere Lösung gegenüber dem Brasilianer Neymar. Beim Trainer Guardiola kam das alles nicht so gut an, doch die Bosse schienen von ihrem Plan überzeugt. Dieser anfänglichen Begeisterung für den Weltmeister wich zuletzt ein unprofessionelles Verhalten von Karl-Heinz Rummenigge. Der kommentierte Götzes Absicht in München zu bleiben mit eindeutigen Worten, die dem eigentlichen Stil des Vereins nicht gut zu Gesicht standen und zu Recht stark kritisiert wurden.
Nach dem medialen Rauswurf, aber auch aufgrund der Entwicklung während der Europameisterschaft, ist der Wechsel von Mario Götze durchweg positiv einzuschätzen. Für den Nationalspieler hat die Rückkehr ins gewohnte Umfeld eine hoffentlich positive Wirkung. Bei einem Wechsel von Andre Schürrle hätte Götze mit Reus und dem Wolfsburger gleich zwei seiner engsten Bundesliga-Freunde um sich vereint.

Problematisch wird es hingegen für die „Echte-Liebe“-Fans, die damals seine Trikots verbrannten und ihn als „Judas“ beschimpften.
Während Götze mit einem guten PR-Berater die Rückkehr öffentlich gut verkaufen könnte, müssten diese Fans sich eigentlich in die geballte Faust beißen, sollte er wieder zu alter Form auflaufen und vielleicht sogar  einen Siegtreffer gegen die verhassten Bayern erzielen.


Der wahrscheinliche Abgang von Götze wirft aber auch Fragen auf. Beispielsweise sollte man sich Gedanken darüber machen, dass beim FC Bayern München aktuell ein Ausverkauf stattfindet.
Während Pierre-Emile Höjberg und Serdar Tasci im Kader keine Rolle spielten, wiegen die Wechsel Sebastian Rode und wohl auch Medhi Benatio schon ein wenig schwerer. Mit Götze wäre es dann insgesamt der 5. Spieler, der aus dem Kader gestrichen wird, während mit Mats Hummels und Renato Sanchez zwar hochkarätige, aber eben in der Anzahl nur zwei Spieler, kommen werden.

Carlo Ancelotti gilt zwar nicht als Freund der Rotation, aber allein die Anzahl der verletzten Spieler in den letzten Jahren würde einen größeren Kader schon rechtfertigen.
Berücksichtigt man dann noch die zurückliegende EURO und die allseits kritisierte Belastung der Spieler, die ja mit den US-Reisen des Vereins nicht weniger werden, könnte die Quittung dafür schneller kommen, als gedacht.
Immerhin, und das macht Hoffnung, hat man zuletzt nicht mehr kategorisch ausgeschlossen, doch noch auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

#Klopp zu Liverpool – was nun?

jürgen klopp close up

Zwei mal war Jürgen Klopp kurz davor, Trainer des FC Bayern München zu werden. Beim ersten mal sagte sein Namensvetter Jürgen Klinsmann zu und der FCB ihm ab. Beim zweiten Anlauf bevorzugte man in München Pep Guardiola. Einen dritten Versuch wird es scheinbar nicht mehr geben…

Alles deutete darauf hin, dass Jürgen Klopp erneut die Trainer-Alternative für den FC Bayern München war. Pep Guardiola zögert noch, seinen Vertrag mit dem Verein zu verlängern. Der Ex-Dortmunder wäre frei gewesen und, das haben wir aus der Hitzfeld-Verpflichtung gelernt, eine logische Konsequenz.

Aber diese Alternative ist nun vom Markt. Jürgen Klopp wartet nicht erneut darauf, dass der FC Bayern München doch einen anderen Trainer verpflichtet. Er wechselt in die Premier League, zum FC Liverpool.
Was nun, FC Bayern München?

Von heute an gilt Carlo Ancelotti als mögliche Lösung, als Alternative für Pep Guardiola. Aber ob der Italiener wirklich zu den Roten passt? Aus werbetechnischen Gründen sicherlich, aber die ganze Promotion hilft gar nichts, ohne die sportliche Seite zu berücksichtigen.

Eine Lösung aus der Bundesliga wäre Lucien Favre, dessen Verpflichtung aber durchaus ein Risiko wäre. Ob der ehemalige Gladbacher wirklich bereit ist für die ganz große Bühne?

Somit wird Matthias Sammer zum großen Rückhalt in der unsicheren Zeit. Sollte Guardiola tatsächlich nicht verlängern, hätte man immer noch den Sportdirektor mit Trainererfahrung und Lizenz in der Hinterhand. In der Zeit mit Guardiola wird er auch noch einmal seinen Horizont erweitert haben und die Mannschaft kennt er so oder so, das steht außer Frage.

Zum aktuellen Zeitpunkt bleibt aber wohl nur die Hoffnung, dass Guardiola verlängert. Und das der FC Bayern den Verlust seiner ewigen Trainer-Alternative nicht zu spüren bekommt.

Bayern-Wechsel: 10 Gründe für Reus

Marco Reus Ohren zu BVB 2

Nach seinem Treffer gegen den FC Bayern München am 10. Spieltag der Bundesliga hält Marco Reus sich symbolisch die Ohren zu und signalisiert damit, er konzentriere sich auf die Gegenwart.
Trotzdem ist es natürlich das Dauerthema im deutschen Fussball.

Reus selbst hatte im Vorfeld des Spiels ein Statement auf Facebook abgegeben. So nichtssagend wie ein weißes Blatt Papier.
Natürlich ist er aktuell ein Spieler von Borussia Dortmund und muss sich darauf konzentrieren, dass der Verein im aktuellen Abstiegskampf besteht? Was hätte er auch anderes schreiben sollen?
Wie Ihr wisst, diskutiert der FC Bayern gerade, ob sie mich verpflichten. Ich verfolge das alles sehr intensiv, denn ich warte bereits auf ein Angebot. Und sollte es nichts werden, oder das Gehalt nicht passen, dann ist die Diskussion trotzdem nützlich, denn damit steigen auch die Chancen für mich, bei einem anderen europäischen Top-Klub spielen zu können.”
Wäre bestimmt interessant geworden, was danach los gewesen wäre. Aber natürlich flüchtet er sich in Floskeln.

Hier nun die angekündigten 10 Gründe, warum Marco Reus zur nächsten Saison zum FC Bayern München wechseln wird:

  1. Die Perspektive
    Der FC Bayern München war bekanntlich schon vor seinem Wechsel zu Borussia Dortmund an Marco Reus interessiert. Damals waren Robben und Ribery die alleinigen Herrscher des offensiven Mittelfeldes und für Reus wäre nur der Platz auf der Bank geblieben.
    Das hat sich mittlerweile geändert. Nicht nur das System, sondern auch die Tatsache, dass weder Robben noch Ribery jünger werden. Vor allem Ribery hat zunehmend mit Verletzungen zu kämpfen und stellt somit nicht mehr die übermächtige Gefahr für Reus da.
  2. Die Garantie
    Ein Spieler vom Kaliber Marco Reus möchte immer auf dem höchsten Niveau und in der Champions League spielen. National gibt es nur den FC Bayern, der hierfür eine Garantie bietet. Es mag mal so kommen, dass es ein Jahr anders ist, aber nach einem solchen Ausrutscher gibt es dann jahrelang nichts anderes mehr, als die Königsklasse.
  3. Das Risiko
    Sehr wahrscheinlich wird Marco Reus auch die Chance haben, bei einem anderen europäischen Verein zu spielen. Wenn es mindestens das Niveau vom FC Bayern sein soll, dann müsste es schon der FC Barcelona oder Real Madrid sein. Khedira und Özil zum Trotz, oder gerade deswegen: das Risiko dort genauso schnell wieder aussortiert zu werden, ist ungleich größer. Besonders bei Real Madrid, wo Spieler nur an der 100 Millionen Euro Transfergrenze ein besonderes Standing haben, wäre Reus nur ein ganz kleines Rädchen im System.
    Zudem ist es natürlich noch eine ungleich höhere Umstellung, wenn man aus der Wohlfühloase Dortmunds in die spanische (oder katalanische) Hauptstadt wechselt. Neue Sprache, neue Kultur, eine neue Liga mit anderen Ansprüchen.
  4. Die Sponsoren
    Natürlich kenne ich die Gedanken des Sportartikel-Herstellers PUMA nicht. Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass es denen sehr gefallen könnte, ein Aushängeschild der Firma in der Hochburg vom Konkurrenten ADIDAS spielen zu sehen.
    Unter Umständen könnte dies den einen oder anderen zusätzlichen Euro bedeuten, wenn es das nächste mal darum geht, den Vertrag neu auszuhandeln.
  5. Der Kumpel-Faktor
    Profi-Fussballer hin oder her. Wenn man als junger Mann in eine neue Stadt zieht und einen neuen Arbeitgeber hat, dann fällt es einem leichter, wenn man dort bereits auf bekannte Gesichter oder sogar gute Freunde trifft. Beim FC Bayern wäre es nicht nur Mario Götze und Robert Lewandowski, sondern auch die zahlreichen Nationalspieler, die Reus bereits kennt.
    In Barcelona wäre es vielleicht ter Stegen, sofern der sich dort auch wirklich hält. Oder in Madrid Kroos, hinter Khedira dürfte ein Fragezeichen stehen.
  6. Der Ehrgeiz
    Die Wahrscheinlichkeit auf Titelgewinne ist beim FC Bayern München, im Vergleich zu Borussia Dortmund, sehr viel höher. Es wird immer wieder neue Konkurrenten geben, aber wie gesagt neue Konkurrenten. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Vereine sich als Bayern-Jäger mit schöner Regelmäßigkeit abwechseln. Unter Umständen, das wird diese Saison zeigen, ist die Zeit von Borussia Dortmund schon bald wieder vorbei.
  7. Die Nationalmannschaft
    Um in der Nationalmannschaft eine wichtige Rolle einnehmen zu können, muss man regelmäßig und international spielen, Lukas Podolski heißen oder überraschen wie Benedikt Höwedes.
    Machen wir uns nichts vor. Sollte der BVB die Kurve in dieser Saison nicht bekommen und dauerhaft ins Mittelfeld abstürzen, wird es bei der nächsten Weltmeisterschaft nicht mehr so viele Gelb-Schwarze in der Nationalmannschaft geben.
  8. Die Ausstiegsklausel
    Hätte Marco Reus es nicht geplant, zu diesem Zeitpunkt den nächsten Schritt in der Karriere anzugehen, hätte er wohl nicht auf diese Ausstiegsklausel bestanden. Hätten sich seine Pläne in der Zwischenzeit geändert, wäre es ein Leichtes gewesen, sich die diese Klausel für eine ordentliche Summe vom BVB abkaufen zu lassen.
  9. Das Gehalt
    Es gibt sicherlich einige europäische Vereine, die noch besser bezahlen, als es der FC Bayern München bereits macht. Selbst in Deutschland könnten einige Vereine, beispielsweise RB Leipzig nach einem Aufstieg, oder der VFL Wolfsburg, noch mitbieten, sofern sie wollten.
    In Anbetracht der vorherigen Gründe kann der Spieler aber national nur zum FC Bayern gehen.
  10. Der Trainer
    Für die meisten Neuzugänge schien vor allem Pep Guardiola einer der wesentlichen Gründe für ein Wechsel gewesen zu sein. Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass Guardiola bei Reus einen ähnlichen Ruf genießt, wie es bei den spanischen Spielern der Fall ist. Aber es wird auch kaum stören, dass an der Seitenlinie nicht unbedingt ein No-Name-Stümper die Entscheidungen treffen darf.

Für den FC Bayern München muss klar sein, dass man bei diesem Preis-/Leistungsverhältnis, wenn man es so nennen darf, ein offizielles Angebot absolute Pflicht ist. Auch für die Bundesliga wäre das in Ordnung, wenn dies der einzige Weg ist, Reus in Deutschland zu halten.
Sollte sich der Spieler aber gegen den FC Bayern München entscheiden, geht davon die Welt nicht unter. Es wäre ein kleiner Kratzer im Image des Rekordmeisters, aber mehr auch nicht.