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#Klopp zu Liverpool – was nun?

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Zwei mal war Jürgen Klopp kurz davor, Trainer des FC Bayern München zu werden. Beim ersten mal sagte sein Namensvetter Jürgen Klinsmann zu und der FCB ihm ab. Beim zweiten Anlauf bevorzugte man in München Pep Guardiola. Einen dritten Versuch wird es scheinbar nicht mehr geben…

Alles deutete darauf hin, dass Jürgen Klopp erneut die Trainer-Alternative für den FC Bayern München war. Pep Guardiola zögert noch, seinen Vertrag mit dem Verein zu verlängern. Der Ex-Dortmunder wäre frei gewesen und, das haben wir aus der Hitzfeld-Verpflichtung gelernt, eine logische Konsequenz.

Aber diese Alternative ist nun vom Markt. Jürgen Klopp wartet nicht erneut darauf, dass der FC Bayern München doch einen anderen Trainer verpflichtet. Er wechselt in die Premier League, zum FC Liverpool.
Was nun, FC Bayern München?

Von heute an gilt Carlo Ancelotti als mögliche Lösung, als Alternative für Pep Guardiola. Aber ob der Italiener wirklich zu den Roten passt? Aus werbetechnischen Gründen sicherlich, aber die ganze Promotion hilft gar nichts, ohne die sportliche Seite zu berücksichtigen.

Eine Lösung aus der Bundesliga wäre Lucien Favre, dessen Verpflichtung aber durchaus ein Risiko wäre. Ob der ehemalige Gladbacher wirklich bereit ist für die ganz große Bühne?

Somit wird Matthias Sammer zum großen Rückhalt in der unsicheren Zeit. Sollte Guardiola tatsächlich nicht verlängern, hätte man immer noch den Sportdirektor mit Trainererfahrung und Lizenz in der Hinterhand. In der Zeit mit Guardiola wird er auch noch einmal seinen Horizont erweitert haben und die Mannschaft kennt er so oder so, das steht außer Frage.

Zum aktuellen Zeitpunkt bleibt aber wohl nur die Hoffnung, dass Guardiola verlängert. Und das der FC Bayern den Verlust seiner ewigen Trainer-Alternative nicht zu spüren bekommt.

Klopp vs Dutt: Wer fliegt als nächstes?

borussia dortmund feuert jürgen klopp

Über 50 Millionen Euro hat Borussia Dortmund im Sommer in neue Spieler investiert. Herausgekommen ist bisher der 14. Platz in der Bundesliga.
Als Journalisten am Anfang der Krise von Zuschauern aufgefordert wurden, doch auch einmal über den Trainer zu diskutieren, schauten sie ungläubig und hielten es für einen Witz.
Nur eine Woche später wurde vorsichtig nachgefragt, ob denn auch Jürgen Klopp etwas falsch gemacht hätte.
Wenn man als Vizemeister nur 2 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat, bleibt es nicht aus, dass man eigentlich eine Diskussion erwartet.
Es gibt wahrscheinlich keinen anderen Trainer in der ersten Bundesliga, der bei Fans und Medien so unantastbar ist, wie Jürgen Klopp. In ganz zarten und kleinen Schritten wird aber auch der größte Kredit verspielt. Dabei ist es völlig unerheblich, wie viele Spieler verletzt sind oder ob tatsächlich mentale Probleme des Teams die Situation verschärfen. Am Ende ist es der Trainer, der notfalls auch Pech verantworten muss.

robin dutt trainer werder bremen arme verschränkt

Wie kommt man eigentlich darauf, eine sichere und komfortable Tätigkeit als Sportdirektor beim DFB gegen den Trainer-Job bei Werder Bremen einzutauschen?
Vielleicht fragt Robin Dutt sich das mittlerweile auch.

Die heutige 6:0 Niederlage gegen den FC Bayern München wird sehr wahrscheinlich nicht der Kündigungsgrund für Robin Dutt sein. Auch wenn Werder nicht ein einziges mal auf das gegnerische Tor geschossen hat, wird man es noch damit abtun, dass es immerhin der dominierende Rekordmeister war, gegen den man spielte.
Anders wird es aber ganz bestimmt aussehen, wenn Bremen am kommenden Freitag auch gegen Köln verliert.

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Borussia Dortmund hat im Vergleich zur Abschlusstabelle der letzten Saison 12 Plätze verloren. Werder Bremen nur 6 Plätze.
Trotzdem ist natürlich Robin Dutt der Favorit für den nächsten Rauswurf eines Bundesliga-Trainers und nicht Jürgen Klopp. Neben perspektivischen Gründen dürfte vor allem das Standing des BVB-Trainers dafür verantwortlich sein.

Diese Strategie des Festhaltens an Klopp unterstütze ich vollkommen. Nicht deswegen, weil es mich irgendwie ernsthaft interessieren würde. Nein, ich habe nur Angst, dass der arbeitslose Klopp nach einer Auszeit Nationaltrainer werden könnte. Oder noch schlimmer, irgendwann Pep Guardiola beim FC Bayern beerbt. Ich gehöre zwar nicht zu den allergrößten Fans der Pep-Kultur, aber vom Regen in die Traufe muss ja auch nicht unbedingt sein.

Wird Jürgen Klopp noch in eine echte Trainerdiskussion verwickelt, oder kommt Borussia Dortmund vorher aus der Krise? Und wann wird Robin Dutt in Bremen rausgeworfen?
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Borussia Dortmund: Klopp und die fehlende Trainerdiskussion

jürgen klopp nicht aggressiv

Im Sport1-Doppelpass gibt es die obligatorischen Anrufer, die im Laufe der Sendung mit ihren Kommentaren aufgezeichnet und eingespielt werden. In der letzten Ausgabe ging es um die Situation von Borussia Dortmund.
Einer dieser Anrufer stellte eine direkte Frage an die Runde. Die Frage im ungefähren Wortlaut:
Warum stellt niemand den Trainer in Frage? Bei allen anderen Vereinen würde es jetzt eine Trainerdiskussion geben…?”.
Das war ja nicht ernst gemeint. Oder da wollte uns jemand provozieren.”, schaute sich die Runde kurz ungläubig an. Man schmunzelte kurz und ging dann zur nächsten Frage über.

Entschuldigung? Habe ich die Heiligsprechung von Jürgen Klopp verpasst? Obwohl, selbst über Mutter Theresa wurde doch schon im Doppelpass gesprochen. Seit wann ist es verboten, über die Arbeit des Trainers zu sprechen? Man kann ja zu einem positiven oder neutralen Ergebnis kommen. Aber muss man nur aufgrund dieser Frage ungläubig vom Stuhl fallen?

Schauen wir uns die Situation von Borussia Dortmund an.
Im DFB-Pokal erwartungsgemäß in die nächste Runde gekommen. In der Champions League einen blitzsauberen Sieg gegen Arsenal London abgeliefert. Nur in der Bundesliga stottert es gewaltig. Zwei Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen.
Mit sieben Punkten liegt man auf Platz 12 und zufrieden ist man in Dortmund wohl nicht.

Wenn es gerade nicht so läuft, dann spricht man immer über den Trainer. Dabei muss man ja nicht gleich Köpfe rollen lassen, aber man darf muss kurz fragen, ob ein Trainer etwas falsch gemacht hat.

Als Außenstehender fallen mir vor allem zwei wichtige Gründe für die aktuelle Situation ein:
1. Borussia Dortmund hat sehr viele Verletzte
2. Borussia Dortmund leidet ebenfalls unter den Nachwirkungen der Weltmeisterschaft.

Mir fällt aber auch auf, dass der FC Bayern München mit der doppelten Punktzahl auf Platz 1 der Tabelle steht. Der FCB hat auch sehr viele Verletzte. Und der FCB hat die meisten WM-Fahrer im Kader.
Vermutlich liegt es aber nicht am Trainer Jürgen Klopp, sondern daran, dass die Bayern in der zweiten und dritten Reihe immer noch qualitativ hochwertigere Alternativen im Kader haben.

Kann man doch so sagen. Ist einfach festzustellen und man hätte die Erklärung dafür, warum keiner die Entlassung von Jürgen Klopp fordert. Die wäre nämlich unnötig, immerhin ist er der Trainer und kein Wunderheiler, der Genesung durch Handauflegen versprochen hat.

follow on facebookEs ist aber erstaunlich, dass die gleichen Medien, die bei jeden anderen Verein Köpfe rollen lassen wollen, beim Thema Borussia Dortmund und Jürgen Klopp so dermaßen betroffen gucken. Der ultimative Gag an der Geschichte ist, dass der Kloppo nach dem Schalke-Spiel selbst dazu aufgerufen hat: “Ihr könnt jetzt schreiben was ihr wollt – unter Umständen ein bisschen was über mich – das ist auch in Ordnung.”
Und dann kommt so ein Anrufer daher. Stellt so eine harmlose Frage, die den Trainer noch nicht einmal ansatzweise kritisiert, sondern eher die Verwunderung über die Medienvertreter ausdrückt…und alle schauen sich ungläubig an, ringen nach Worten und wechseln verschämt das Thema.
Falls Ihr Eure Eier sucht, meine Herren, die hat der Kloppo scheinbar schon vor längerer Zeit zum Frühstück in die Pfanne gehauen. Oder sich in die frisch verpflanzten Haare geschmiert (soll ja gut sein). Keine Ahnung, aber bei Euch in der Hose scheinen sie nicht mehr zu sein.