Tag-Archiv | Manuel Neuer

#FCBTSG: 4 Tore, 100 Ecken und 1 Fußballgott

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Obwohl so viele Spieler derzeit in der Bayern-Klinik verweilen, sahen wir heute einen starken FC Bayern gegen eine mutig mitspielende TSG Hoffenheim.

Vier Tore gab es zu bestaunen. Jeweils zwei pro Halbzeit. Und eines war schöner, als das andere. Der FC Bayern besiegte den Tabellenfünften der Bundesliga am 12. Spieltag mit 4:0. Ein unterhaltsames Spiel, auch dank der Bemühungen der Hoffenheimer, die durchaus ihre Chancen hatten.
fcbayern 1Der wiedergenesene Manuel Neuer vernichtet die Chancen des Gegners aber sogar aus etwa 3 Meter Entfernung. Kein Wunder also, dass man als Spieler irgendwann die Überzeugung verliert, wenn man auf ihn zu rennt.

100 Ecken hat der FC Bayern in dieser Saison getreten. Und null Tore dabei geschossen. Das ist eine wirklich verrückte Statistik, wenn man bedenkt, dass Guardiola bereits vor Wochen diesen katastrophalen Zustand öffentlich kritisierte.
Man hätte meinen können, dass nach dieser bekannten Aussage auf einer Pressekonferenz ein paar Einheiten in Sachen “Standartsituationen” auf dem Programm gestanden und Erfolg gezeigt hätten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass gerade eine etwa zweiwöchige Länderspielpause hinter uns liegt. Aber nein.
Mittlerweile wurde der Verein sogar wegen seiner Bemühungen bei Eckbällen für den Fair-Play-Sonderpreis vorgeschlagen worden: “…sind sie bemüht, aus einer solchen Situation den Gegner nicht unnötig unter Druck zu setzen, oder Kapital aus dem Relikt altertümlicher Fussball-Regeln zu schlagen.”.

Ein Fussballgott hat wieder den grünen Rasen betreten! Unter großem Beifall wurde Bastian Schweinsteiger heute gegen Hoffenheim eingewechselt. “Fussballgott, Fussballgott” skandierten die Fans und er dankte es ihnen gleich mit einem unterhaltsamen Stückchen aus der Trickkiste, als er seinen Gegenspieler im Mittelfeld aussteigen ließ. Danach folgte noch ein Sahnepass auf Mitspieler Sebastian Rode, der prompt sein erstes Bundesligator für den FC Bayern München schoss.

Warum Pep Guardiola nach der gelben Karte und den vielen grenzwertigen Nafcbayern 2chfolgeaktionen von Jerome Boateng nicht auf Nummer Sicher ging und Dante bereits früher einwechselte, blieb wohl sein Geheimnis. Boateng hätte man keinen Vorwurf machen können, hätte der FC Bayern lange Zeit in Unterzahl spielen müssen. Hier hätte der Trainer ganz einfach früher reagieren müssen. Ging noch einmal gut, für die Zukunft, besonders in engeren Spielen, sollte man aber vielleicht gedankenschneller reagieren. Oder Pep daran erinnern, dass da schon jemand verwarnt ist und ständig in brenzlige Situationen gezwungen wird.

Eine rote Karte gab es übrigens trotzdem noch. Allerdings für den Hoffenheimer Szalai, der Dante kurz vor dem Ende des Spiels noch einmal Plattfüße verpassen wollte. Glücklicherweise ist daraus kein Neuzugang auf der Krankenstation dante fc bayernentstanden. Zumindest ist bisher nichts bekannt. Ob das aber wirklich eine rote Karte war, wird sicherlich noch diskutiert. Gelb hätte es sicherlich auch getan. Glücklicherweise hatte das mit dem Spielverlauf und erst recht mit dem Ergebnis rein gar nichts (mehr) zu tun.

Was konnten die Gegner aus dem heutigen Spiel des FC Bayern München lernen? Stehst Du nur hinten drin, bekommst Du kaum eine Gelegenheit selbst ein Tor zu erzielen und kassierst früher oder später trotzdem welche. Spielst Du mutig mit, brauchst Du auch eine gewisse Portion Glück, um gegen den weltbesten Torhüter einen Treffer zu erzielen, kassierst gleichzeitig aber hinten auch einiges.
Oder wie Marcel Reif es auf SKY ausdrückte: “…presst Du vorne, gibt es hinten Luft…”.
Fazit: lieber mitspielen, das ändert zwar nichts am Ergebnis, aber die Medien sind milde gestimmt, weil man sich bemüht hat.

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FC Bayern dominiert Hannover 96

xherdan shaqiri fc bayern münchen

Tayfun Korkut hatte im Vorfeld des Spiels gegen den FC Bayern München angekündigt, man wolle nicht nur verteidigen, sondern durchaus mitspielen. In einigen Vorberichten wunderte man sich darüber. Ausgerechnet Mannschaften wie ZSKA Moskau, wo sich alle Spieler im eigenen Strafraum versammelten, bereiteten dem FCB große Probleme. Warum also nicht daraus lernen?
Später hieß es von Korkut, man hätte eine Idee gehabt, sie aber aufgrund des frühen Rückstandes nicht umsetzen können. medhi benatia gegen hannover 96
Wie genau diese Idee ausgesehen hat, weiß ich nicht. Aber das es nicht der Plan war, sang und klanglos mit 4:0 in München unterzugehen, war mir auch schon vorher bewusst.

Im Vorfeld zum Spiel habe ich die Chancenverwertung als größte Schwachstelle im Spiel des FC Bayern aufgeführt. In der ersten Halbzeit haben Lewandowski und Robben ihre Chancen eiskalt genutzt. Auch wenn man das in der zweiten Spielhälfte nicht konsequent fortführen konnte, wohl auch der etwas schonenderen Gangart geschuldet, war es doch ein großer Fortschritt.
Auffällig war, wie gut Robert Lewandowski sich heute ins Spiel des FC Bayern reingefunden hat. Er krönte dies auch direkt mit zwei sehenswerten Treffern gegen die Niedersachen.
Es macht den Eindruck, als würde Lewandowski ohne Thomas Müller an seiner Seite besser funktionieren. Unter Umständen, das müsste man aber ggf. genauer beobachten, nehmen sich die beiden Spieler den benötigten Raum um ihre Torgefahr effektiv auszuspielen.
Ein Nachteil für den FC Bayern wäre dies nicht. Es gibt sicherlich schlimmere Schicksale, als ein Lewandowski und Müller im Sturm rotieren zu lassen.

Zwei Tore von Lewa, zwei Tore von Arjen Robben. Der Niederländer war von der ersten bis zur letzten Minute on fire. Robert Lewadowski SprintBereits in der zweiten Spielminute sah man ihn über einen Ballverlust meckern und auch nach der 3:0 Führung bekam er sich fast nicht mehr ein, nachdem ein Torschuss misslungen war.

In der Offensive passierte bei Hannover 96 nicht viel. Und wenn, dann war Manuel Neuer da. Wie in der 44. Minute, als Sobiech allein auf unseren Weltmeister zulief und Neuer im Alleingang dafür sorgte, dass hinten die Null stehen blieb.

Gefühlt hatte die ganze Mannschaft Fortschritte gemacht. In kleinen Schritten war dies auch bei Xherdan Shaqiri zu sehen, der sich trotz durchwachsener Leistungen heute in der Startelf wiederfand. Seine beiden größten Schwächen blieben jedoch bestehen. Zum einen dribbelte sich der Schweizer immer wieder selbst ins Verderben, zum anderen schoss er gelegentlich kilometerweit neben dem Tor vorbei. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit besteht hier auch weiterhin eine große Lücke, arjen robben gegen hannover 96das kann man nicht anders sagen.

Wie soll man das Spiel gegen Hannover 96 deuten? War der Gegner so schwach, oder der FC Bayern so stark? Da Hannover immerhin den 6. Platz belegt, sollte man sich vielleicht auf die alte Weisheit berufen, dass eine Mannschaft immer nur so stark sein kann, wie es der Gegner zulässt. Und der FC Bayern hat heute verdammt wenig zugelassen.
Wenn es ihnen, neben der Chancenverwertung, auch noch gelingt, die Standardsituationen wieder zu einer gefährlichen Waffe werden zu lassen, darf man gespannt auf die nächsten Bundesliga-Spiele schauen.
Wie positiv es sich auf das gesamte Bild auswirkt, wenn man seine Chancen frühzeitig nutzt, konnte man an Auswechslungen von Lahm und mit Abstrichen auch von Alonso sehen. Bereits im Vorbericht hatte ich angesprochen, dass eine frühe und sichere Führung der ideale Zustand wäre, um Stammkräfte zu schonen, die so sonst keine Manuel Neuer gegen Hannover96Pause bekommen könnten.

Bevor es nun in die Länderspielpause geht, wird der FCB am Sonntag den obligatorischen Besuch des Oktoberfestes angehen. Dabei wird es einige “Lederhosen-Debütanten” geben, die wir morgen wieder auf den verschiedenen News-Seiten begutachten können. Gute Laune wird man nach diesem Spiel sicherlich haben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der BVB erneut sein Spiel verloren hat und den Spieltag auf Platz 13, eventuell sogar noch Platz 14, abschließen wird. Den Namen “Bayernjäger” müssen sich die Schwarz-Gelben wohl erst einmal wieder verdienen…

FC Bayern – Hannover 96 4:0 (3:0)

FC Bayern
Neuer – Benatia, Dante, Lahm – Rafinha, Lahm (75. Rode), Alonso (82. Gaudino), Bernat – Robben, Shaqiri (60. Pizarro) – Lewandowski
Ersatz
Reina, Boateng, Götze, Müller

Hannover 96
Zieler – Sakai, Marcelo, Felipe, Schulz, Albornoz (46. Pander) – Schmiedebach, Gülselam, Kiyotake (72. Schlaudraff) – Sobiech, Joselu (46. Bittencourt)
Ersatz
Almer, Stankevicius, Briand, Hirsch

Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Lewandowski (6.), 2:0 Robben (13.), 3:0 Lewandowski (38.), 4:0 Robben (79.)
Gelbe Karten: – / –




137:51 FC Bayern trifft auf Hannover

Mario Götze black white

Nach dem Arbeitssieg vor seltsamer Kulisse in Moskau kommt Hannover96 in die Allianz-Arena des FC Bayern München. Der 7. Spieltag der Fussball-Bundesliga steht auf dem Programm.

Wenn der Schiedsrichter Daniel Siebert das Spiel am Samstag um 15.30 Uhr anpfeift, beginnt alles wieder bei Null. Logisch. Wäre dem nicht so, würde der FC Bayern München mit 137:51 Toren gegen Hannover führen.
So viele Treffer gelangen dem Rekordmeister nämlich in den vergangenen 50 Spielen gegen die Hannoveraner.
Dabei gab es 33 Siege, 9 Niederlagen und 8 Unentschieden, die in die Statistik eingingen.

David Alaba schaut sich um

Es ist beabsichtigt, dass man in diesen Tagen nicht wirklich über die mögliche taktische Aufstellung des FC Bayern München reden kann.
Die Experten der ausstrahlenden TV-Sender lassen sich davon zwar nicht abhalten, aber selbst dort hat man mittlerweile erkannt, dass der FCB eine Art kontrolliertes Chaos auf dem Platz zaubern möchte. Entsprechend seltsam wirken manchmal die angefertigten Grafiken, die TV-Sender für die Mannschaftsaufstellungen anfertigen.
Im Prinzip ist diese Unberechenbarkeit eine wirksame Waffe, wenn da nicht ein Problem wäre. Der bekannteste Name, der diesem Problem ein Gesicht gibt, ist derzeit noch Robert Lewandowski.
Im angesprochenen kontrollierten Chaos sucht der Pole noch seinen Platz und wirkt phasenweise desorientiert und verschenkt. Als Neuzugang kann er sich dieser Situation allerdings noch gar nicht angepasst haben.
Das wäre nicht einmal ein größeres Problem, hätte der Rekordmeister nicht gerade eine eklatante Schwäche im Spiel, die er mit Treffern beheben könnte. An der Chancenverwertung gilt es dringend zu arbeiten, das gilt aber für das gesamte Team, denn irgendwann reicht ein hauchdünnes 1:0 nicht mehr aus.

FC Bayern Hannover LivestreamAuf der anderen Seite hat der FC Bayern in den letzten vier Bundesliga-Spielen keinen Treffer mehr kassiert. Neben der mangelnden Treffsicherheit der Gegner dürfte dies wohl vor allen Dingen auch an Manuel Neuer liegen.
Nicht zu unterschätzen sind die natürlich auch die weiten Wege, die der Gegner gegen die pressende Dominanz der Bayern in der eigenen Hälfte gehen muss.
Die andere Konstante in der Abwehr ist Jerome Boateng, der allerdings derzeit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und deswegen auch das Spiel gegen ZSKA Moskau verpasste. Benatia und Dante hinterließen in Russland nicht gerade das Gefühl, dass sie Boateng derzeit 1:1 ersetzen können.

91. Minute auf Facebook … Und wo bleibt Dein “Gefällt mir”?

Das Ziel im Spiel gegen Hannover 96 sollten in erster Linie – natürlich – die drei Punkte sein. Zudem wäre es aber auch förderlich, wenn es dem FC Bayern gelingen würde, möglichst schnell  einen Deckel auf das  Spiel zu bekommen.
Besonders Xabi Alonso, der am vergangenen Spieltag einen neuen Ballkontakt-Rekord in der Bundesliga aufstellte, könnte eine frühe Auswechslung bei  souveräner Führung gebrauchen. Und hochtalentierte Nachwuchsspieler wie Gaudino Junior würden sich über die Spielminuten freuen.
Jedoch ist die Bundesliga alles andere als ein Wunschkonzert. Die Hannoveraner werden nicht nach München gefahren sein, um dort schnell mal ein paar Punkte abzuliefern und dann die ersten in irgendeinem Oktoberfest-Zelt zu sein.