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#FCBayern: Der 4-Tore-Weckruf

Pep Guardiola Hände über Kopf

Die Vorfreude auf die Rückrunde der Bundesliga war groß, bekam aber in der vierten Minute des Auftaktspiels gegen den VFL Wolfsburg einen herben Dämpfer. Und es folgten in den nächsten 90 Minuten noch einige mehr…

Mit 4:1 unterliegt der FC Bayern seinen Verfolger aus der Autostadt. Vier Gegentor in nur einem Spiel. Dazu waren vorher 17 Vereine und Spiele notwendig…

An was könnte es gelegen haben? Als erstes muss man wohl die Wolfsburger loben, die auf keinen Fall als “Punktelieferant” auftreten wollten. Das hatte ja kurz zuvor Hans-Joachim Watzke vom BVB kritisiert. Seiner Meinung nach würden die Gegner des FCB die Spiele herschenken und nur gegen Dortmund alles geben. Gestern wurde er eines Besseren belehrt.
Wolfsburg hat aber nicht nur durch Kampf einen Glückssieg erzielt, sondern war in allen wesentlichen Belangen überlegen. Wo in der Hinrunde eine leichte taktische Veränderung noch zum Sieg reichte, hatte der VFL gestern Abend auf alle Versuche des Rekordmeisters eine passende Antwort. Der Gegner war schlichtweg gut vorbereitet und sehr gut drauf.

Es hätte vielleicht anders ausgesehen, wenn der FC Bayern zwei Missstände aus der bisherigen Saison in der Winterpause hätte abstellen können.
Zum einen hätten wir da die völlig harmlosen Standards, genauer gesagt die Eckstöße. Sie sollten eigentlich ein Garant für hochkarätige Chancen sein, sind beim FCB aber immer häufiger eher ein Risiko für Konterchancen des Gegners.
Zum anderen hätten wir die schlechte Chancenverwertung. Nach fast jedem Spiel in der Hinrunde konnte man den Satz “…hätten mehr Tore erzielen können, vielleicht sogar müssen…” in einen Artikel einfügen. Auch gestern hatte der FCB Torchancen. Weniger, als gewöhnlich. Aber sie waren da. Und dann wird man in einem solchen Spiel halt dafür bestraft, dass man sie nicht eiskalt nutzt.

Wenn man die großen Ziele in der Champions League erreichen will, muss man an diesen beiden Punkten arbeiten. Die Top-Mannschaften, auf die man spätestens im Halb- und Viertelfinale, eher schon früher, trifft, werden nicht so viele Chancen zulassen. In diesen Spielen darf man nicht davon ausgehen, dass einer von 30 Bällen reingeht.

Die Höhe der Niederlage ist, Rekorde hin oder her, positiv zu bewerten. Bei einem knappen Ergebnis hätte man sich mit “enges Spiel, Pech gehabt” abgefunden. Aber ein 4:1 ist für den FC Bayern ein kleiner Weckruf, dass es doch nicht alles im vorbeigehen funktioniert.

Schalke04 will deutscher Meister werden

“Wir wollen die Voraussetzungen schaffen für eine neuerliche deutsche Meisterschaft!”, sprach Schalke-Boss Heldt auf der Jahreshauptversammlung und es ging ein Raunen durch die Reihen. “Ihr seid alle geschockt – ich auch.”, grinste er selbst, nach seiner Kampfansage an die Konkurrenz.

Aber warum eigentlich? Klar, im Prinzip kann man darüber schmunzeln. Schalke04 und die Meisterschale auf einem Bild, das gibt es halt nicht auf einem Farbbild.
Aber grundsätzlich finde ich die Aussage richtig. Man muss es doch versuchen. Gut, man könnte es etwas diplomatischer ausdrücken und sagen “…wir möchten mal wieder um die deutsche Meisterschaft mitspielen…”, aber unterm Strich ist es doch positiv zu werten. Das die Liga sich jetzt nicht auf Jahre der Übermacht aus Dortmund und Bayern geschlagen gibt, sondern auch einen Stück vom Kuchen fordert, ich sehe es positiv.

Dumm natürlich, wenn man dann den Worten absolut keinen Taten folgen lässt und einem diese Worte um die Ohren fliegen. Aber das Risiko muss man dann wohl eingehen.