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RWO: Traditionsverein in Schieflage

RWO rot weiß oberhausen anzeigetafelAm 31. Mai 2008 feierten 2000 RWO-Fans in Berlin und hunderte RWO-Fans beim Public Viewing am Centro den Aufstieg in die 2. Liga. Auch beim Autokorso einen Tag später und beim Empfang der Aufstiegsmannschaft waren zahlreiche Menschen auf den Beinen und stolz auf "ihren" RWO. Und jetzt? 6 Jahre später und 2 Ligen tiefer, regen sich viele Oberhausener darüber auf, dass die Stadttochter OGM (Oberhausener Gebäude Management) dem Verein die Geschäftsstelle für ca. 500.00 € abkauft, dafür monatlich Miete bekommt, aber den Verein vor der Insolvenz bewahrt.

Der OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt erklärte in einem Interview, dass im Falle einer Insolvenz auch der Amateurbereich und der große Jugendbereich betroffen gewesen wäre. RWO "leistet" sich ein DFB lizensiertes Leistungszentrum und unterstützt z.B. die Jugendlichen bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle, in dem Bewerbungstrainings stattfinden oder stellt ihnen ein kostenloses Monatsticket für den ÖPNV zur Verfügung.

Eine Ursache für den finanziellen Engpass ist mit Sicherheit die enttäuschende Zuschauerzahl. Drei Tage vor dem ersten Heimspiel in dieser Saison wurden 853 Dauerkarten verkauft, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Die bisherigen 7 Heimspiele in dieser Saison sahen bisher im Schnitt ca. 2.400 Zuschauer. Wie viele Oberhausener wohl eine Dauerkarte für Dortmund oder Schalke haben, oder dort bei Heimspielen sind? Sicher, da gibt es Bundesligafußball zu sehen, aber sollte es nicht auch heißen "Support your local team"?

Es wird sich doch hoffentlich kein Oberhausener von der fehlenden Anzeigetafel oder den nicht überdachten Stehplatztribünen abhalten lassen?

Übrigens, als zu Beginn des Jahres ein Flutlichtmast einsturzgefährdet war, wurde er abgetragen und da die Kosten für einen neuen Mast für die OGM zu hoch waren, leuchten seitdem im Stadion Niederrhein nur 3 Masten. Damals beschwerten sich viele Bürger darüber, dass stattdessen lieber das Spaßbad Aquapark für 4,3 Millionen Euro ausgebaut werden sollte.

Einige von denen, die sich jetzt darüber beschweren, dass eine Stadttochter einem Verein hilft und gleichzeitig über das Modell Rasenball Leipzig schimpfen, sollten sich vielleicht mal überlegen, was sie wirklich wollen.

Info: Ein Artikel von S.F.
S.F. stammt aus Oberhausen und ist ihrem Heimatverein RW Oberhausen seit Jahrzehnten eng verbunden.

DFB Pokal: Bayern schießt Oberhausen raus!

Der FC Bayern nutzte das Spiel offenbar nicht nur um in die nächste Runde des DFB Pokals einzuziehen, sondern auch um einigen Spielern Spielpraxis zu geben.
Rensing, Breno, Ottl, Toni, Altintop, Görlitz…Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass es ein falsches Signal sei, wenn man soviele Bankdrücker ranlässt, hier ging es aber noch einmal gut. Karl-Heinz Rummenigge kann seine Mathematik-Vergleiche also diesmal für sich behalten.

Phillip Lahm (sein Tor zählt offiziell als Eigentor von RWO) und Mario Gomez sorgten für die Führung der Bayern. Daniel van Buyten scheint sich langsam aber sicher zu einen Torjäger zu entwickeln. Mit dem dritten Tor im DFB Pokal Spiel erzielte in den letzten Tagen sein drittes Tor im dritten Turnier. Er krönte es dann auch noch mit seinen Treffer zum 5:0 – ein Doppelpack des Innenverteidigers! Ein anderer Spieler ist schon als Torjäger bekannt: Thomas Müller brauchte nicht lang um sich einzuspielen. Er war nicht einmal eine Minute auf dem Platz, als er das 4:0 erzielte.

Die Bayern hatten den Ballbesitz und die Tore, aber es war trotzdem kein Feuerwerk, was sie da abfackelten.

Im Free TV wurde das Spiel diesmal nicht übertragen. Internet-User konnten sich über verschiedene ausländische Sender, welche über verschiedene Plattformen gestreamt wurden, informieren. Die Qualität und Anzahl der Anbieter ließ allerdings stark zu Wünschen übrig. Ein Zeichen dafür, dass der DFB Pokal im Ausland nicht sonderlich hoch angesehen ist?

Wie dem auch sei, hier nun die offizielle Spielstatistik.

FC Bayern – Rot-Weiß Oberhausen 5:0 (2:0)

FC Bayern
Rensing – Lahm (74. Görlitz), Van Buyten, Breno, Braafheid – Altintop, Ottl, Sosa, Ribéry (69. Müller) – Gomez (61. Toni), Klose

Ersatz:
Butt, Badstuber, Tymoshchuk, Olic

Rot-Weiß Oberhausen
Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal (76. Heppke) – Gordon, Embers, T. Kruse (46. Kaya) – Stoppelkamp, Landers – König (64. Schönfeld)

Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer
40.000

Tore:
1:0 Embers (32./Eigentor), 2:0 Gomez (41.), 3:0 Van Buyten (67.), 4:0 Müller (70.), 5:0 Van Buyten (86.)

Gelbe Karten:
/ Gordon, Heppke